Mama-Diary | Vier Wochen Liegegips

29.04.2016





Olivia, mein Mädchen. Dass du nicht schwach bist, das wusste ich schon immer. Du bist dominant, bis aufbrausend, laut, kannst deinen Gefühlen mit Worten Ausdruck verleihen, kannst dies aber genauso gut nur mit einem Blick. Du bist unheimlich stark, aber dennoch so zart. So sensibel. So sehr, dass du weinst, wenn du die Geschichte von Heidi hörst - weil sie ihren Großvater so vermisst. Du bist traurig, wenn ich vor mich hin schimpfe, weil Tim wieder irgendeinen Blödsinn angestellt hat. Weil ich sauer auf ihn bin, und das lauthals bekannt gebe. Du verteidigst ihn, er sei ja noch klein. Du magst es nicht, wenn jemand - egal wer - über jemanden schimpft, den du liebst. Und es bedrückt dich so sehr, dass dabei dein Kinn wackelt, deine große Augen werden ganz feucht, du schluckst, versuchst finster zu schauen, denn du möchtest stark sein und sagen was du denkst. 

Du hast vor vier Wochen vermutlich unheimliche Schmerzen durchgemacht, hattest Angst, musstest so viel schreien. Und ich konnte dir nicht helfen. Ich konnte dir nur helfen, indem ich da war, ich konnte dir damit helfen, dich von A nach B zu tragen, dich zu unterhalten, dir die vier Wochen einigermaßen erträglich zu gestalten. Aber bewältigen musstest du den Schmerz, die vier Wochen ohne Bewegung, Ängste und Langeweile ganz für dich. Und Olivia, du kleine große Olivia, du hast das geschafft, wie es vermutlich manch Erwachsener nicht schaffen würde. 

Wir haben zusammen geweint, wir haben zusammen gelacht, wir waren zusammen genervt, waren  gelangweilt, sahen kein Weiterkommen, waren verzweifelt und dann wieder glücklich. Über jeden Tag den wir zusammen gemeistert haben. Und jetzt, jetzt liegst du im Bett - meisterst die letzte Nacht mit deinem Gipsbein. Du konntest nicht einschlafen, weil du nicht müde seist, hast du mir erklärt. Aber ich weiß genau, du hast Angst vor morgen. Konntest nicht schlafen vor Aufregung. Vor dem großen Tag. Der Tag, an dem du deinen kleinen Panzer abgibst und nun einfach unheimlich Angst davor hast, ob sich das kleine Schmerzmonster darunter noch verbirgt. Aber, meine liebe Maus, du musst eines wissen: egal wo der Schmerz sitzt, im Bein, im kleinen Finger, im Hals oder irgendwann auch mal im Herzen. Kein Schmerzmonster ist so stark wie du. Und wenn doch, hast du immer ein viel größeres Monster neben dir sitzen. Was dich verteidigt, dir die Hand hält, dich streichelt, böse schaut oder einfach nur mit dir zusammen weint. Dieses Monster, das bin ich. Und wann immer du mich brauchst, welchen Schmerz ich auch immer aus deinem Leben vertreiben muss, ich werde es tun. Denn zusammen - zusammen meistern wir doch alles…

Es liebt dich von ganzem Herzen,
deine Mama.








Ein toller Job, ein Rabattcode für euch plus: mein ehrliches Test-Ergebniss

26.04.2016



Vor etwa fünf Jahren hing ich über Anatomie-, Chemie- und Biologie-Büchern. Ich lernte was das Zeug hielt. Meine Mission: die Aufnahmeprüfung zur Logopädin, und zuvor noch die Studienberechtigungsprüfung für medizinische Berufe. Plötzlich wurde mein Bauch immer runder und Olivia machte mir überraschenderweise einen Strich durch meinen Lehrplan. Auch gut, voll akzeptiert. "Mach ich eben dann weiter, wenn die Familienplanung abgeschlossen ist und die Kinder mich nicht mehr 24 Stunden am Tag brauchen", dachte ich und schmiss Anatomie und Chemie in die nächste Kiste mit der Aufschrift 'Irgendwann'. 

Das sich eines Tages aus einem Herzensprojekt - meinem Blog - tatsächlich etwas entwickelt von dem ich eines Tages leben kann und das auch noch mit so richtig coolen Aufträgen, davon hätte ich damals nie geträumt. So ein toller Job war beispielsweise, der neuen Windelmarke LILLYDOO gemeinsam mit meinem Mann fotografisch "Leben einzuhauchen". Ein paar Bilder hab ich ja hin und wieder auf Instagram gezeigt oder hier bei dem Brief an meine schwangere Freundin Verena (das Baby ist übrigens schon da, juhu!). 

Und ich denke, die Bilder sprechen für sich: das war ne Menge Spass! Tim ganz verdutzt, weil wir ihn plötzlich auf Schritt und Tritt verfolgten, dabei ständig lachten und quiekten, er halb-nackt durch's Haus flitzen durfte und selbst als er ein Feuchttuch nach dem anderen aus der Packung zupfte, stürmte niemand mit einem "Neiiiiiin" auf ihn zu sondern wir feuerten ihn auch noch dabei an. 



Ja, das war ein toller Job und ganz nebenbei konnten wir die Produkte auch noch auf Herz und Nieren testen. Nun gleich mal vorweg - ich wurde von LILLYDOO beauftragt, gemeinsam mit meinem Mann schöne Bilder zu machen und  hier am Blog mal was davon zu zeigen aber auf keinen Fall wurde ich damit beauftragt, ne Lobeshymne auszusprechen. So etwas biete ich nämlich gar nicht erst an. Deshalb lest ihr hier die ganz ehrliche, unverkäufliche (!!) Meinung einer Mama, die schon viele Windelmarken testete und irgendwie nie so richtig zufrieden war. Insbesondere bei dem Stichwort Feuchttücher. 


Daher hier, mein ehrliches Resümee zu den Produkten:
  • Aussehen: top! Ist natürlich nicht das wichtigste, springt aber sofort ins Auge.
  • Thema Nässeschutz: auch hier kann ich nur Lob aussprechen. Besonders nachts hatten wir mit einer anderen bekannten Windelmarke oft Probleme. Die Standard-Windeln sorgten oft für ein nasses Erwachen. Erst die hoch-preisigeren Windeln des selben Windel-Herstellers packten die Nächte. Die Windeln von LILLYDOO hingegen halten tatsächlich das was sie versprechen. Egal ob Tag oder Nacht. 
  • Inhaltsstoffe: Alle LILLYDOO Produkte sind PETA-zertifiziert, gelten als „cruelty free & vegan“ und sind frei von Parfümen, hormonaktiven Substanzen, PEG-Emulgatoren und Parabenen. Ein weiterer Grund für einen Daumen nach oben.
  • Verarbeitung: bei der Windelmarke die wir zuvor verwendeten, passierte es mir sehr oft, dass der Verschluss abriss. Liegt bestimmt auch an meinem etwas hitzköpfigen Sohn, der denkt er müsse gerade beim Wickeln nen Rekord in Hyperaktivität aufstellen. Nach zwei Monaten mit LILLYDOO passierte der ärgerliche Fauxpas noch kein einziges mal.
  • Bequemlichkeit: Tim hat sich noch nicht beschwert. Mir sind auch noch nie irgendwelche unangenehmen Abdrücke aufgefallen. Durch's Leben hüpfen kann er also mit LILLYDOO am Allerwertesten wie eh und je. 
  • Die Feuchttücher: für mich das wichtigste Thema, denn ich hatte noch nie welche gefunden, mit denen ich tatsächlich glücklich wurde. Und nun kann ich froh verkünden: "Halleluja, ich hab sie!" Angefangen vom dezenten Geruch, bis hin zur Größe und Stärke des Tuches. Top, top, top! Großes Lob! Und als i-Tüpfelchen: Der Umwelt zuliebe sind die von Dermatest zertifizierten Feuchttücher zu 100 Prozent kompostierbar und auch für sensible Haut geeignet. 



Ein Extra für euch.
Wer sich von den LILLYDOO-Produkten nun erstmal selbst überzeugen möchte darf sich mit dem Rabattcode FTGRATIS164 über ne Gratis-Ration Feuchttücher freuen. Denn wer den Rabattcode verwendet, bekommt vier Packungen der tollen Feuchttücher kostenlos zum bestellten Windel-Abo beigelegt. Hier geht's übrigens direkt auf die Website von LILLYDOO. 


Über euer Feedback zu den Produkten würde ich mich natürlich freuen.


#peterkocht | Veggie-Burger mit Spargel

25.04.2016


Mein Mann liebt Fleisch. Aber er liebt auch mich. Gott sei dank, denn sonst müsste ich mich nur von Beilagen ernähren. Oder auch am Wochenende selber kochen. Ihhh, klingt ja furchtbar. Aber damit muss ich mich ja zum Glück nicht auseinandersetzen, denn wie schon erwähnt: #peterkocht unheimlich gerne, unheimlich gut - und für mich das alles auch vegetarisch. So tischte er mir vor kurzem diesen wunderbaren Veggie-Burger auf. Und seither steht der etwa alle zwei Wochen auf meiner Wunschliste für seinen Wochenend-Kochplan. Müsst ihr unbedingt mal probieren! Ach und Peter zwitscherte mir gestern, dass man ihn auch für Fleisch-Liebhaber pimpen könnte. Bitte mein lieber Mann, du hast das Wort:



400g Kartoffelpüree mit einem Ei verrühren. Esslöffelgrosse Portionen in etwas Öl braten.

200g Seitan-Filet in Streifen schneiden, nach belieben würzen und knusprig in etwas Öl braten. Eine Hand voll Austernpilze kurz anbraten und mit Balsamicocreme ablöschen. Ca 15 Stk. grüne Spargelspitzen in Olivenöl kurz anbraten.

Einen roten Spitzpaprika entkernen und in feine Ringe schneiden. Nun wird der Burger nach belieben mit Cottage-Cheese, Seitan-Filet-Streifen, Paprika, Pilze und frisch gehacktem Basilikum angerichtet. 

Ich hab ihn dieser Reihenfolge belegt:
Auf den Kartoffeltaler einen Löffel Cottage-Cheese geben. Danach ein paar Spargelspitzen, Spitzpaprika und Austernpilze. Mit einem weiteren Taler belegen, wieder etwas Hüttenkäse, danach die Seitan-Filet-Streifen und frisch gehackten Basilikum. Nochmal ein Taler oben drauf und servieren.  Moizeit!




Foto & Foodstyling: PETER BAIER

Dekoration | Ein kinderfreies Fleckchen

20.04.2016







Es gibt Plätze in unserem Haus, die gehören ausnahmsweise nur mir. Sie sind befreit von Spielzeug, Papierkram meines Mannes oder anderen nützlichen, aber weniger schönen Gegenständen. Ein solcher Platz ist das Regal in unserem Schlafzimmer. Es hängt auf einer Seekiefer-Wand. Als wir es aufgehängt haben, ließ ich es einfach mal ein paar Wochen leer. Alleine an dem weißen schlichten Regal auf der warmen Holzwand erfreute sich mein völlig reizüberflutetes Auge. Mittlerweile beherbergt es aber schon ein paar Kleinigkeiten. Schöne Kleinigkeiten.

Und darunter: das erste Bussi-Bussi-Foto von mir und meinem Mann. Ganz heimlich geknipst, als noch niemand von uns wusste, in einem leicht beschwipsten Zustand. Aber an die Schmetterlinge, die ich in diesem Moment in meinem Bauch Purzelbäume fliegen fühlte, erinnere ich mich noch ganz genau. Und immer wenn ich das Foto da so in meinem Kinder-freien Fleckchen hängen sehe, lächle ich, fühle Schmetterlinge und werde daran erinnert: so schön es ist, diese Rabauken um uns zu haben, sie in unserem Leben zu wissen - auf das was sie ihr Leben letztendlich aufbauen, ist unsere Beziehung. Unser Hand in Hand gehen. Unser Zusammenhalten. Wir sind die Grundbausteine unserer Familie. Und das nicht wir als Eltern - sondern wir als Paar. Als die zwei beschwipsten Verliebten da oben, die in dem Moment an nichts anderes dachten, als an diesen Moment. Mögen noch viele solcher Momente in unserem Leben kommen… mit Wein, Schmetterlingen und unbeschwerten Lachen. Und von mir aus, auch mit ein paar Fältchen mehr.

Und so wurde aus einem Dekorations-Beitrag eine Liebeserklärung an meinen Mann. Wen ich von ganzen Herzen liebe, muss ich hier nun wohl nicht weiter erklären.


1 Box Box von Hay | 2 Regal von String | 3 Holz-Perlen | 4 weißes Vasen-Set von Bloomingville | 5 Glas-Vasen-Set von Ikea | 6 Aufbewahrungsglas von Rosendahl | 7 Marmor-Kerzenleuchter von Menu 

Ein Klassiker | Mein Marmorkuchen-Rezept

18.04.2016




Bikinifigur hin oder her - Sonntags muss was Süßes auf den Tisch. Basta! Gestern in meinem Backrohr: ein Marmorkuchen. Geht halbwegs schnell, ist bei jedem beliebt und: schmeckt auch noch am nächsten Tag vorzüglich. Und weil das so ist, gibt es für euch heute mein Rezept, das ich vor langer Zeit mal im  Internet fand und nach dem ersten Versuch sofort in meine Rezept-Mappe ziehen durfte.


Klassischer Marmorkuchen

Zutaten:
200 g weiche Butter
160 g Zucker + 120 g Zucker (getrennt!)
1 Pck. Bourbon-Vanillezucker
1 Msp. geriebene Zitronenschale
2 EL Rum
6 Eigelb
6 Eiweiß
1 Msp. Salz
120 g Zucker
280 g Weizenmehl
½ Pck. Backpulver
100 ml Milch
20 g Kakaopulver
Puderzucker

Zubereitung:
Die weiche Butter mit 160 g Zucker plus Vanillezucker, Zitronenabtrieb und Rum cremig rühren. Eier trennen und Eidotter  in die Butter-Zucker-Masse rühren.
Eiweiß mit Salz halbfest schlagen, 120 g Zucker dazu und anschließend zu festem Schnee schlagen. 
Mehl mit Backpulver mischen. Milch leicht wärmen. 
Anschließend abwechselnd Mehl, lauwarme Milch und Eischnee unterheben (nicht rühren!). Idealerweise mit einem Holzlöffel mit Loch. Wenn alles sorgfältig untergehoben und vermischt ist, die Kuchenform mit Butter ausstreichen und mit Mehl bestäuben. Die Hälfte des Teiges in die Form füllen. Den restlichen Teig mit Kakaopulver dunkel färben, den dunklen Teig auf die helle Teigmassen füllen und mit einer Gabel spiralförmig unterziehen. 
Im vorgeheizten Backofen bei 150 – 160 °C Umluft ca. 60 Minuten backen. Kuchen in der Form leicht auskühlen lassen bevor er gestürzt wird. Den Kuchen in der Form leicht auskühlen lassen und dann auf ein Kuchengitter stürzen. 



Produkt-Quellen:

Tasche // Neat to. (SALE!!)
Tischdecke // Vintage (ähnliche hier)
Tasse // Feine Dinge
Teller // Ikea





Liebe Verena | Ein Brief an meine schwangere Freundin

13.04.2016






Liebe Verena, nun ist es bald so weit. Dein zweites Wunder ist bald bei dir. Ist das nicht unfassbar? Unfassbar schön? Ich hab an dieser Stelle wirklich ewig überlegt, welche Worte ich dir nun auf deinen letzten Schritten in Richtung Zweifach-Mama mitgeben könnte. Gute Ratschläge, irgendwelche Erfahrungen, kluge Worte, die dir Mut machen. Und es standen hier nun gefühlt 100 Satzanfänge, die auch sehr weise klangen aber für mich irgendwie nicht passten. Denn nein, ich kann dir keinen Mut machen. Ich kann dir nicht Ratschläge geben, wie du das alles schaffst. Und ich kann auch nicht von meinen Erfahrungen erzählen. Denn es sind die meinen. Schöne Erfahrungen, schreckliche Erfahrungen, traurige Erfahrungen, lustige Erfahrungen. Erfahrungen, die mir Kraft kosteten. Die mir Kraft gaben. Erfahrungen die mich lehrten, immer und immer wieder. An denen ich heranwuchs und stärker wurde.

Du wirst viel erleben, als Mama von zweien. Es wird Momente geben, in denen du dich fragst, wie um Himmels willen du auf diese Idee kamst, noch ein zweites Kind in die Welt zu setzen. War es doch vorher soviel einfacher. Aber egal, denn schon kommt der nächste Moment. Ein Moment voll Liebe. Und weißt du, was das Schönste ist? Diesmal ist dieser Moment gleich doppelt mit Liebe erfüllt. Oh Verena, genieße. Denn jede Erfahrung die du machst, jeder Gedanke, jedes Gefühl - all das macht dich zu dem was du bist. Und wie auch ich, wirst auch du daran wachsen und aufblühen. 




12 Wünsche eines Kindes an seine Eltern


1. Verwöhne mich nicht! 
Ich weiß genau, dass ich nicht alles bekommen kann. Ich will dich nur auf die Probe stellen. 

2. Sei nicht ängstlich, im Umgang mit mir standhaft zu bleiben! 
Mir ist Haltung wichtig, weil ich mich dann sicherer fühle. 

3. Weise mich nicht im Beisein anderer zurecht, wenn es sich vermeiden lässt! 
Ich werde deinen Worten mehr Bedeutung schenken, wenn du zu mir leise und unter vier Augen sprichst. 

4. Sei nicht fassungslos, wenn ich zu dir sage „Ich hasse Dich!“ 
Ich hasse nicht dich, sondern deine Macht, meine Pläne zu durchkreuzen. 

5. Bewahre mich nicht immer vor den Folgen meines Tuns! 
Ich muss peinliche und schmerzliche Erfahrungen machen, um auf eigenen Beinen zu laufen. 

6. Meckere nicht ständig! 
Ansonsten schütze ich mich dadurch, dass ich mich taub stelle. 

7. Mach keine vorschnellen Versprechen! 
Wenn du dich nicht an deine Versprechen hältst, fühle ich mich schrecklich im Stich gelassen. 

8. Sei nicht inkonsequent! 
Das macht mich unsicher und ich verliere mein Vertrauen zu dir. 

9. Unterbrich mich nicht und höre mir zu, wenn ich Fragen stelle! 
Sonst wende ich mich an andere, um dort meine Informationen zu bekommen. 

10. Lach nicht über meine Ängste! 
Sie sind erschreckend echt, aber du kannst mir helfen, wenn du versuchst, mich ernst zu nehmen. 

11. Denke nicht, dass es unter deiner Würde sei, dich bei mir zu entschuldigen! 
Ehrliche Entschuldigung erweckt in mir ein Gefühl von Zuneigung und Verständnis. 

12. Versuche nicht, so zu tun, als seiest du perfekt oder unfehlbar! 
Der Schock ist groß, wenn ich herausfinde, dass du es nicht bist. 

Ich wachse so schnell auf und es ist sicher schwer für dich, mit mir Schritt zu halten. Aber jeder Tag ist wertvoll, an dem du es versuchst. 


(Autor unbekannt)


Für eine wunderbare Freundin, mit einem Herz, so groß wie die Tiroler Berge.

Fotos: Peter Baier für LILLYDOO.

Kinderzimmer-Umbau | Raum für Zwei

12.04.2016


Diesmal wurden harte Geschütze aufgefahren. Die, die so richtig Schmutz machen. Ein ganzes Kinderzimmer abmontiert, in einem anderen wieder aufgebaut, ne Wand durchbrochen und am Ende - meine Lieblingsaufgabe - alles so richtig hübsch gemacht. Der perfekte Partner an meiner Seite war da zum einen natürlich mein kreativer und handwerklich geschickter Mann, und zum anderen Made In Design. Der Online-Shop kam nämlich genau zur richtigen Zeit mit der Idee auf mich zu, eine Kooperation zusammen zu starten. 

Und tadaaaaa, so sieht es also nun aus, das gemeinsame Zimmer von Olivia und Tim. Olivia bekam eine Hochetage, in der sie sich zurück ziehen kann, wenn ihr der kleine Bruder mal wieder, ich zitiere "zu nerverig" wird. Für alle bekennenden Instagram-Anhänger die nun mit der Orientierung in unserem Haus völlig durcheinander kamen: das Etagen-Zimmer von Olivia ist unser ehemaliger Schrankraum. Der Zugang vom Schlafzimmer in das Zimmer wurde auf kreative Art und Weise zu gemacht. Dazu aber ein anderes mal mehr. 

Wichtig für mich war auch, dass beide Kinder einen eigenen kleinen Arbeitsplatz haben. Jeder für sich, aber doch zusammen. Genauso wollte ich das. 




Hier meine Tipps für ein (gemeinsames) Kinderzimmer plus alle Produkte unseres Reichs zusammen gefasst:

Eigene Bereiche. 
Wer nicht die schweren Geschütze auffahren möchte, könnte sich zum Beispiel mit einem Vorhang rund um's Bett Abhilfe schaffen. Zwei Arbeitsplätze sind von Vorteil, sind aus Platzgründen aber nicht immer machbar. Dann zumindest einen großen Tisch mit genug Fläche für jeden. Auch wichtig: ne kleine Box für jedes Kind, für das Kreativ-Zubehör, die Basteleien und was eben sonst noch so entsteht. 

Streit vermeiden.
Olivia hört gerne Musik und tanzt, verschwindet in ihrer Traumwelt. Ganz klar, dass Tim genau dann wie wild am Tisch hämmert und versucht sie zu übertönen. Mit Kopfhörer und meinem iPod haben wir die Thematik erledigt. Olivia macht jetzt einen auf Silent Disco. Sieht köstlich aus! In Fachgeschäften gibt es Kopfhörer für Kinder, bei uns wird einfach meiner benützt. Wichtig: die maximale Lautstärke beim iPod einstellen. 

Stauraum. Stauraum. Stauraum.
Jap, das ist wichtig. Und: immer wieder ausmisten. Wir haben kürzlich von einem riesengroßen Korb voller Plüschtiere auf einen kleinen Korb reduziert. Die Erklärung, dass sich andere Kinder darüber freuen, weil sie kein Geld haben, sich Kuscheltiere zu kaufen, hat gewirkt. Ohne jeden Aufstand. 

Mix it.
Ich liebe die Mischung alter und neuer Möbel. Ist nichts Neues - denn nur so bringt man in ein 0815-Zimmer vom Möbel-Riesen den eigenen Charakter rein. Also immer schön die Augen offen halten bei Flohmärkten, Kleinanzeiger und Sperrmüllhäufchen. 

Einmal Wow-Effekt bitte.
Ein Hingucker im Zimmer muss sein. Bei uns ist es eindeutig die Tapetenwand mit der Fuchs-Leuchte. Wer meint, tapezieren ist kompliziert,  dem sag ich: schlechte Ausrede! Ich hab die Tapete dieses mal ganz alleine an die Wand gebracht. Mit zwei Kleinkindern im Haus. Und zwar mit dieser Anleitung. Ging ratzfatz. Wer nicht tapezieren möchte kann sich am Farbkübel probieren. Diese Wimpelgirlande vor einer weißen Wand macht aber auch schon einiges her. 

Rückzugs-Höhle. 
Polster und Decken - die meist bespielten Gegenstände in unserem Kinderzimmer. Daraus werden Landschaften, Höhlen und Schiffe gebaut. 


Noch Fragen? Immer nur her damit!









#peterkocht Rhabarber-Tarte-Tatin

11.04.2016



Ich denke mal, einige von euch werden nun einen Luftsprung machen, wenn ich euch erzähle, dass mein Mann ab nun wieder öfter für euch kocht. Denn wer schon meinen alten Blog verfolgt hat, weiß: das kann er, der Peter. Am Wochenende hat er ausnahmsweise sogar mal gebacken. Und BÄM, das war das gut. Das leckere Rezept der Rhabarber-Tarte (gefunden im aktuellen frisch gekocht) findet ihr weiter unten. Und garantiert ist: diese Tarte lässt ein Montags-Tief ganz schnell vergessen. Versprochen!

Falls ihr euch mit dem Rezept in die Küche schwingt, freuen wir uns übrigens riesig, wenn ihr uns an eurem Ergebnis teilhaben lasst und das Gericht auf Instagram oder Facebook teilt. Einfach mit dem Hashtag #peterkocht versehen. Ich bin gespannt!


Rhabarber-Tarte-Tatin

Zutaten für 1 Tarte:

220 g Mehl universal + Mehl für die Arbeitsfläche
120 g Butter + 40 g weiche Butter zum Einfetten
140 g Kristallzucker
1 Prise Salz
1 Ei
500 g Rhabarber

Zubereitung:

1. Mehl, Butter, 60 g Zucker, Salz und Ei in einer Schüssel rasch zu einem homogenen Teig verkneten, dabei nicht zu lange kneten, damit der Teig mürbe bleibt. Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten kalten stellen.

2. Währenddessen oberen und unteren Teil der Rhabarberstangen entfernen, Rhabarber dünn schälen und in 5 cm lange Stücke schneiden. Eine ofenfeste, am besten gusseiserne Pfanne (24 cm Durchmesser) mit der weichen Butter einfetten. Restlichen Zucker darauf streuen und erhitzen, bis er zu schmelzen beginnt. Pfanne vom Herd nehmen und die Rhabarberstücke nebeneinander hineinlegen.

3. Backrohr auf 200 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Mürbeteig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Kreis (ca. 28 cm Durchmesser) ausrollen. Teig vorsichtig auf den Rhabarber legen und den Teigrand zwischen Rhabarber und Pfanne nach innen drücken. Auf mittlerer Schiene ca. 30 Minuten goldbraun backen. Aus dem Rohr nehmen und 5 Minuten abkühlen lassen.

4. Einen großen Teller oder eine Kuchenplatte auf die Pfanne legen und die Pfanne samt Teller mithilfe eines Küchentuchs umdrehen, sodass die Garte mit dm Rhabarber nach oben auf dem Teller liegt.


Fotos: Peter Baier

Buchtipp | Der Löwe in dir

07.04.2016




"Stell dir vor, ich bin nicht nur lieb, ich mache mehr GRRRRRR und weniger Fiep!", dachte die Maus, und war hoch motiviert, ihre Angst zu überwinden und sich vom mächtigen Löwen das Brüllen beibringen zu lassen. Kinderbücher die so schön über die Lippen gehen liebe ich. Wenn sie dann auch noch so wunderbar illustriert sind und eine wunderschöne Geschichte dahinter steckt, haben sie es eindeutig verdient, hier in der Kategorie Buchtipp eingeordnet zu werden. 

Der Löwe in dir - mein momentan liebstes Vorlese-Buch. Die härteste Jury des Landes - bestehend aus einer Vierjährigen mit Gipsbein, Hüpf-Defezit und somit dezenter Konzentrationsschwäche sowie einem Dauer-Zappler mit wilden zwei Jahren - bestätigen meine Meinung voll und ganz. Daumen hoch für die Geschichte über die Freundschaft zwischen einer Maus und einem Löwen.

Von Gipsbeinen und Dankbarkeit

04.04.2016






Da ist es also nun, das erste (und hoffentlich) letzte Gipsbein, dass in vier Wochen in einer großen Erinnerungskiste im Keller verschwindet. Das war er also nun, dieser stechende Schmerz, den ich fühlte, weil ich mein Kind leiden sah, wie ich es zuvor noch nie gesehen habe. Das sind sie also nun, ein paar Sorgenfalten mehr. Da ist sie, die Erfahrung um die wir nun reicher sind. Der Moment, den  wir uns nie wünschten, aber letztendlich dennoch packten. Zusammen. Hand in Hand. Mit meinem Kind um meinem Mann. 

Ja, ein gebrochener Knochen tut weh. Und ja, es tut weh, sein Kind leiden zu sehen. Es ist furchtbar zu wissen, dass man in dem Moment rein gar nichts gegen den Schmerz tun kann. Man fühlt sich hilflos. Aber dennoch: bin ich dankbar und glücklich. Ich bin so unfassbar dankbar, dass der Anblick meines Kindes im Rollstuhl nicht von Dauer ist, dass mein Kind in fünf bis sechs Wochen wieder unbeschwert durch's Leben hüpfen kann. Wir sind so dermassen privilegiert, gesund zu sein. Gesunde Kinder beim wachsen zusehen zu dürfen.

Immer wieder gebannt von der Welt, wie sie da draussen gerade passiert, ist es schön einfach im Hier und Jetzt zu sein. Zu fühlen, wie gut es uns geht. Und wenn es ein Gipsbein dazu braucht, sich wieder auf das Wichtige zu besinnen, nehmen wir diese Herausforderung an. Versuchen und schaffen es. Und stellen völlig wachgerüttelt fest: Wir sind glücklich, gesund und leben im Frieden. Und schon nimmt der Gipsfuß ganz schnell eine Nebenrolle ein.



du bist der Anfang,

du bist das licht.
Die Wahrheit scheint in dein Gesicht.
Du bist ein Helfer,
Du bist ein Freund.
Ich hab so oft von dir geträumt.
Du bist der Anlass,
Du bist der Grund.
Du machst die kranken wieder gesund.
Du musst nur lächeln,
und sagst dein Wort.
Denn Kindermund,
tut Wahrheit kund.

Bitte hör nicht auf zu träumen,
von einer besseren Welt.
Fangen wir an aufzuräumen,
bau sie auf wie sie dir gefällt.

Xavier Naidoo


 

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