Achtung Suchtgefahr | Ein süßer Bienenstich

13.10.2016


Nichts ahnend bestellte ich mir mal irgendwo in einem kleinen Kaffee in Wien, einen Cappuccino und dazu einen Bienenstich. Ich kannte ihn zuvor nicht, aber in der Vitrine hat er so richtig lecker ausgesehen. Und er war lecker. So sehr, das ich ihn seither nie aus meinem Kopf bekam und ständig in jeder Konditorei und Bäckerei meine Augen danach offen hielt. Aber irgendwie fand ich nicht mehr und beschloss kurzerhand, ihn selbst zu backen. Aus der Kategorie 'Blitz-Rezept' fällt er mal definitiv raus, aber unter die Favoriten in meiner Rezeptsammlung hat er es nun auf jeden Fall geschafft. Das Rezept dazu, findet ihr weiter unten. Gutes Gelingen!



BIENENSTICH

ZUTATEN

für den Germteig:
- 3 Eier
- 600 g Mehl (ev. ein bisschen mehr)
- 250 ml Milch
- 30 g Germ
- 80 g Zucker
- 1 Pkg. Vanillezucker
- 80 g Butter handwarm
- 1 Prise Salz
- Butter für das Backblech

für den Belag:
- 200 g Mandeln gehobelt
- 4 EL Honig
- 125 g Butter
- 100 g Zucker

für die Füllcreme:
- 2 Pkg. Vanillepuddingpulver
- Milch laut Beschreibung von Vanillepuddingpulver
- Zucker laut Beschreibung von Vanillepuddingpulver
- 4 EL Staubzucker
- 160 Butter handwarm

ZUBEREITUNG

Die Milch lauwarm erhitzen, vom Herd nehmen. Germ zerbröseln und in einer Schüssel mit wenigen Esslöffeln lauwarmer Milch und einer Prise Zucker verrühren. Etwas Mehl darüber streuen und mit einem Tuch abdecken. An einem warmen Ort so lange gehen lassen, bis sich auf dem "Dampfl" Risse zeigen.

Dampfl mit dem restlichen Mehl, der restlichen Milch, Zucker, Eiern, Vanillezucker, Butter sowie einer Prise Salz vermengen und mit der Hand oder dem Knethaken so lange abschlagen, bis sich der Teig von der Schüssel löst (ggf. noch etwas Mehl hinzu fügen). Leicht mit Mehl bestauben, wieder abdecken und abermals gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat.

Währenddessen das Backblech mit flüssiger Butter ausstreichen. Dann Germteig auf die Größe des Backblechs ziehen und auf das Blech legen. Mit einer Gabel in regelmäßigen Abständen mehrmals einstechen. Etwa 15 Minuten gehen lassen.

Inzwischen für den Belag in einem Topf Butter, Honig und Zucker langsam bei nicht zu großer Hitze erhitzen und die Mandeln einrühren. Überkühlen lassen und das Backrohr auf 180 Grad vorheizen. Nun den Teig mit der ausgekühlten Honigmasse bestreichen und ca. 20-30 Minuten goldgelb backen. Auskühlen lassen.

Für die Füllcreme den Pudding laut Beschreibung am Päckchen zubereiten. Überkühlen lassen.

Butter mit Staubzucker schaumig schlagen und unter den kalten Pudding rühren. Gebackenen Kuchenboden in portionsgerechte Stücke schneiden und dieses jeweils quer halbieren (wie eine Semmel). Den Bienenstich mit der Puddingcreme bestreichen und mit der Honigseite nach oben wieder zusammensetzen.

Den Bienenstich kühl ziehen lassen.

Kindergeburtstag | So schmiss' ich ne Party für 8 Kids

05.10.2016


Schon fast ne Woche ist es schon wieder her, als Olivia ihren 5. Geburtstag feierte und sich zu diesem Anlass ne richtig tolle Party mit ihren Kindergarten-Freundinnen wünschte. In letzter Zeit bemerkte ich, dass die Geburtstag-Feiern - zu denen Olivia eingeladen wurde - vermehrt in Kinder-Veranstaltungs-Zentren über die Bühne gehen als in den eigenen vier Wänden, und ja ich muss schon ehrlich zugeben: den Hintergedanken der Mütter kann ich sehr gut nachvollziehen. 

Ich erinnere mich noch genau, als ich vor einer Woche noch über klebrigen Boden und Chips-Krümel spazierte. Obendrauf eine Horde Kinder die den ultimativen Zuckerschuss in sich hatten. Aber, und dieses 'Aber' spricht eine gerade fast 2-Meter große Frau - so stolz ist sie, ABER Olivia's Party war der Renner und ich hatte nicht ein Mal das Gefühl, dass mir die süße aber doch sehr laute Horde über den Kopf wächst. Wie ich das gemacht habe? Mit striktem Zeitplan und guter Organisation! Beides hatte ich nämlich an Olivias 4. Geburtstag noch nicht, und aus diesem Fehler hab ich gewaltig gelernt. Nun aber von Anfang an - für alle Mütter und Väter die genau wissen, wie hart eine ungebändigte Geburtstags-Meute sein kann, hier ist mein Erfolgsrezept:




Unterstützung.
Ja, das ist der wohl wichtigste Punkt bevor die Organisation los geht. Ob es der eigene Mann, die Oma, der Opa oder ne Freundin ist - ohne Unterstützung geht nix. In meinem Fall hatte ich meinen Mann und meine Mama zur Verfügung. Zwei Personen sind auf jeden Fall dann zu empfehlen, wenn es auch noch ein Kleinkind in der Familie gibt, das ständig überall dabei sein möchte und ziemlich empört darüber ist, nicht Mama's volle Aufmerksamkeit zu bekommen.

Zeit-Planung. 
Ich hab mir tatsächlich Zettel und Stift zur Hand genommen, mir die verschiedenen Programm-Punkte notiert und sogar, wieviel Zeit in etwa dafür kalkuliert ist. Punkto Zeit ist übrigens auch sehr wichtig: unbedingt auf der Geburtstagseinladung eine Von- und vor allem BIS-Zeit anzugeben. In unserem Fall waren es genau drei Stunden. Und es hätte keine Minute mehr oder weniger sein dürfen. 20-30 Minuten muss man ohnehin für Eltern-Gequatsche am Schluss einkalkulieren. 

Striktes Programm.
Ja, das ist tatsächlich sehr wichtig, denn nur so sind die Kinder beschäftigt genug, um nicht zwischendurch die Bude auf den Kopf zu stellen. Wie unser Nachmittag aussah, erzähl ich gleich.

Perfektes Programm.
So strikt ein Zeitplan auch im Vorhinein festgelegt wurde - wenn die einzelnen Programm-Punkte nicht auf die Gäste abgestimmt sind, machen sie auch nur wenig Sinn. Würde ich in drei Jahren bei Tim's 5. Geburtstag mit einer Horde Jungs Einhorn-Kekse verzieren, wäre das wohl das bittere Ende von Einhorn, Zuckerstreusel und meinen Nerven. Aus meinen und den Erfahrungen anderer Mütter weiß ich: Mädels basteln gerne Krönchen, Jungs schmeissen sie gerne durch die Gegend. 

Nix am letzten Drücker. 
Ich habe in diesem Jahr schon vier Wochen vor dem Geburtstag mit der Planung begonnen und angefangen Deko und Geschenke zusammen zu tragen. Und das ist sehr zu empfehlen. Denn es geht nix über das Gefühl am Abend vor dem großen Tag, nichts mehr erledigen zu müssen. 



Unser geplantes Programm sah letztendlich so aus und wurde auch genau so ausgeführt: 

1. Geburtstagslied singen, Kuchen essen: Olivia durfte nach dem Ständchen wie eine echte Gastgeberin den Kuchen an ihre Gäste verteilen.

2. Geschenke überreichen mit Flaschendrehen: Ich machte mir mit Olivia vor der Feier aus, dass sie mir die Geschenke, die sie bei der Begrüßung bekommt, immer gleich überreicht und wir aus dem Auspacken ein schönes Spiel machen. Das machte sie auch tatsächlich ganz brav und nach dem Kuchen essen setzten wir uns im Kreis, und spielten Flaschen drehen. Jenes Mädchen, auf das die Flasche zeigt, darf ihr Geschenk an das Geburtstagskind überreichen. So wurden die Geschenke viel mehr wertgeschätzt, alle konnten sehen, was Olivia von wem bekam und es landete nix versehentlich im Müll. Ja, auch das passierte letztes Jahr bei uns.

3. Zwei aktive Spiele: Die Reise nach Jerusalem und Topfschlagen. Alte, aber sehr bewährte Party-Klassiker. Die Mädchen fanden es sehr unterhaltsam. Zu gewinnen gab es Naschereien und glitzernden Kleinkram. 

4. Kekse verzieren: ich bereitete am Vortag schlichte Mürbeteig-Kekse in Einhorn-Form vor, die die Mädchen dann verschönern durften. Um nen Zuckerüberschuss zu verhindern, war der Hinweis wichtig, dass sie die Kekse mit nachhause nehmen dürfen. Daran hielten sie sich auch alle brav. Alle, bis auf Tim - dessen Keks wurde immer schokoladiger und bunter, aber auch kleiner hihi. 

5. Schminken: Eindeutig Olivias Lieblings-Programm-Punkt. Während ich aus den Mädchen kleine Schmetterlinge und Kätzchen machte (gute Vorlagen gibt es ganz einfach via Google), bereitete Peter in der Küche schon mal die Pizza vor. Wer nicht so nen begabten Pizzabäcker wie ich zur Hand hat, kann dafür auch einen Fertigpizzateig verwenden. Das beste daran war: jedes Kind durfte sich seine Pizza selbst belegen. Für jene Mädchen, die Schminken und Pizza belegen erledigt hatten, legte ich Musik ("Die Eiskönigin" natürlich - welche Frage!) zum tanzen auf. 

6. Essen. Und die große Ruhe. Herrlich! Kaffee für Mama und Oma. Bier für den Pizzabäcker. 

7. Oh nein, ich muss mich korrigieren. Dieser Programm-Punkt war Olivias liebster: Papa schminken. Leider nicht fotografisch fest gehalten. Sah aber zum schreien aus.

8. Ding Dong. Die am Vortag beschrifteten und verzierten Butterbrot-Säckchen lagen mit den hübschen Einhörnern befüllt, bereit. Ja, alle waren brav. Ja, ich bin müde. Ja, jetzt ist sie schon fünf. Ja, die Zeit vergeht unheimlich schnell. Adios, bis nächstes Jahr!





Mein Resümee: Gute Planung ist alles! Und ich finde, das habe ich in diesem Jahr mit meinen zwei tollen Helfern auch richtig gut hinbekommen. Für nächstes Jahr haben Olivia und ich aber einstimmig beschlossen, uns auf vier, anstatt auf sechs geladene Gäste zu einigen. Es war einfach ein Tick zu viel und Olivia konnte jede einzelne Freundin nicht so richtig genießen. Am nächsten Tag wollte sie nicht mal in den Kindergarten, denn: "da ist es so laut". 

Und zu guter letzt die ungeschminkte Wahrheit: Am Ende der Feier sah es zwar irrsinnig chaotisch aus, der Boden klebte, die Toilette hatte auch schon mal besser geduftet und ja, ich war so richtig erledigt aber die Olivias Umarmung beim Zu-Bett-bringen, ihr zufriedener Seufzer und das müdes Flüstern in mein Ohr "der Tag war so schön", lies jeden Dreck zu Staub verpuffen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Nun aber genug gequatscht, weiter unten noch schnell meine Shopping-Liste für Deko und Co und wie immer interessiere ich mich brennend für eure Erfahrungen und Party-Ideen. Denn: der nächste Geburtstag kommt bestimmt.


Pappbecher // Meri Meri via Partyerie
Konfetti // via Partyerie
Cupcake-Set // Meri Meri via Partyerie
Einhorn-Keksausstecher // Meri Meri via Miniflamingo
Tischkärtchen // via Partyerie
Servietten // via Partyerie
Kerzenleuchter // Vintage



*ein herzliches Dankeschön an Birgit von Partyerie - seit schon drei Jahren der Partyausstatter meines Vertrauens :) 

Berlin Stories | Schöner Alltag mit Granit

04.10.2016


Hello aus Berlin - von mir, Anna Cor! Ich bin wieder dabei, fotografiere und schreibe für Euch und freue mich darüber! 

Seit über 15 Jahren wohne ich in Berlin und liebe es durch die Viertel und Straßen zu ziehen, dabei neue Geschäfte und Cafés zu entdecken. Daher möchte ich Euch (unter anderem) gerne immer mal wieder von Shop Openings, versteckten Orten und kleinen Lieblingsläden berichten, es werden Berlin Stories sein.

Heute geht´s nicht gerade um einen Geheimtipp: Granit hat letzten Donnerstag eröffnet - Juhuuu! Ich war zwar schon seit Eröffnung des Onlinestores fleißige Kundin, aber im Shop zu stöbern lässt mein Herz doch noch viel höher schlagen. 







Granit wurde von zwei Schwedinnen gegründet, die ihr Leben vereinfachen wollten, um mehr Zeit zu haben. Kaufen kann man bei Granit daher funktionelle Gegenstände, die unaufdringlich schön sind. Everyday Quality - das ist das Stichwort, das auch mich schon lange bewegt - die Schönheit im Alltag finden. Wenn die Dinge, mit denen wir jeden Tag hantieren, unserem Empfinden von Ästhetik entsprechen, dann kann man sich von dem ganzen Dekokram, der nach einer Weile nur wieder abgestaubt, verstaut oder gar entsorgt werden muss, verabschieden. 


  
Es mag komisch klingen, aber mein Herz hüpft höher bei schönen Spül- und Geschirrtüchern, Gemüse- und Flaschenbürsten aus Holz, einer dekorativen Küchenschere. Und da es zur Eröffnung 20% Rabatt gab, habe ich ein wenig zugeschlagen und mich endlich einer weiteren unfertigen Ecke unserer Wohnung gewidmet: zwischen Küche und Wäschekammer, in unserem hellblauen Zimmerchen, ist nun endlich eine wunderschöne Hakenleiste, an die ich Geschirrtücher, Handfeger aber auch Kräuter und Blumen zum Trocknen hängen kann. Praktisch und schön, finde ich.



Hoffentlich gefällt´s Euch auch!? Bis bald, Anna C.! 
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