Als wir Olivia erzählten, dass sie nochmal ein Geschwisterchen bekommt, kam eine Reaktion die mich so sehr berührte, wie noch wenig in meinem Leben als Mama. Olivia hatte das erste Mal seit ich sie kenne, Freudentränen in ihren grünen, großen Augen, hüpfte durch ihr Zimmer, packte gleich einen Beutel voll mit Spielzeug das sie weiter schenken möchte, und traf uns dann noch mit einem Satz mitten ins Herz: "Ich liebe das Baby schon jetzt so sehr!" 

Natürlich quatsche Olivia von Anfang an von einer kleinen Schwester. Auch wenn wir immer wieder betonten, dass man sich das nicht aussuchen kann, und es auch ein kleiner Bruder werden könnte - sie hat sich fest in den Kopf gesetzt, dass sie eine kleine Schwester wolle, denn Brüder hat sie ja schon zwei und mit denen ist es manchmal absolut nicht leicht. Sie malte sich das in ihrem kleinen Köpfchen ganz genau aus und freute sich darauf, mit ihrer kleinen Schwester Puppen spielen zu können und all den Mädchenkram, der bei ihren Brüdern bisher weniger gut ankam. Und Tim? Den interessierte es eher weniger. Der glaubt vermutlich nach wie vor, ich habe ein Baby geschluckt, weil alle plötzlich von dem überdimensionalen Bauch von Mama sprechen, in dem ein Baby wohnen soll. 

Tja, und wie sollte es anders sein, zeigte uns die kleine Erbse in meinem Bauch beim nächsten Ultraschall-Termin mächtig stolz, dass er absolut kein Mädchen sei. Natürlich freuten wir uns - denn so abgedroschen es auch klingen mag: Hauptsache ist die Gesundheit! Doch als ich Olivia davon erzählte gab es wieder Tränen, nur leider nicht vor Freude. Für sie brach jene kleine, rosarote Welt zusammen, in der sie friedlich mit ihrer kleinen Schwester spielt. In der sie eine Freundin hat, die sogar bei uns wohnt. Die sogar ihre Schwester ist. Mal kurz ziemlich enttäuscht von Olivia's Reaktion, musste ich selbst mit den Tränen kämpfen (oh Hallöchen Hormone, da seid ihr ja wieder). Eine Tasse Tee später versuchte ich nochmal mit ihr darüber zu sprechen. Ich erzählte ihr von all ihren Freundinnen, die eine kleine Schwester haben, und wie sehr sie sich manchmal ärgern müssen. Ich erklärte ihr, dass auch eine kleine Schwester ziemlich anstrengend sein kann, sie manchmal auch alles zerstört, und selbst ne kleine Schwester mal der geliebten Barbie die Haare abschneidet (jap, das ist Tim's Spezialität). Sie hörte mir zu, sagte aber nicht viel dazu. Das Thema war mal für ein paar Tage tabu. Bis Olivia eines Tages nach dem Kindergarten ins Auto hüpfte und sagte: "Mama ich hab darüber nachgedacht, ein Bruder ist auch ok. Er ist ja auch ganz winzig klein und süß." Oh mein Herz, was willst du mehr. Oh ihr lieben Hormone - haltet die Klappe!

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Kommentare

  1. Liebe Anna, meine Große sagte erst nach einem Monat nachdem unsere Zwillinge kamen (ein Mädchen und ein Junge): "Also, ich mag meinen Bruder doch behalten!" Da war ich echt froh, dass er die Probezeit überstanden hat und ich ihn nicht zurückschicken musste :) LG (grussausgraz)

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