"Nur noch zweimal schlafen, dann kommt das Christkind", juchzte mir heute morgen eine kleine, aufgeregte Olivia entgegen. Und als wäre es gestern gewesen, kann ich mich noch ganz genau an dieses Gefühl erinnern, das Olivia momentan ständig aus den Augen blitzt: Der Zauber von Weihnachten, den nur Kinder so richtig fühlen können. Und den wir - als ihre Eltern - mit viel Liebe, Zeit und Phantasie noch schöner machen können. Ganz ehrlich: in den letzten zwei Wochen fiel mir dies durch meinen Fuß leider etwas schwerer als sonst. Denn meine Weihnachtsstimmung war seit dem Unfall wie weggeblasen. Aber die Tage vergingen und somit verging auch irgendwann die schlechte Laune und der unsinnige Trotz-Gedanke, Weihnachten ausfallen lassen zu wollen. Ja, das war tatsächlich mein Wunsch, als ich plötzlich wie ein kleines, beleidigtes Kind in meinem Rollstuhl saß und inmitten eines Wäsche-Geschirr-Staub-Spielzeug-Schmerz-Chaos absolut nichts Besinnliches empfand. Aber ja, auch diese Laune verging und die Liebe für meine Kinder sowie das Blitzen in deren Augen holte mich ganz schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück: alles ist gut, es ist nur ein gebrochener Fuß der ein etwas unpassendes Timing hatte. Die furchtbaren Vorfälle in der Welt gaben mir noch den Rest und nun, ja nun, wünsche ich mir nichts als Liebe, Stärke und Segen für uns alle.

Zwei Frauen, die mit ihrem positiven Gemüt bestimmt ganz viel davon in die Welt streuen, inspirieren uns heute hier, in dem sie ein bisschen etwas von ihrem Weihnachten zeigen und erzählen. Den Anfang macht meine Freundin Saskia und später streut dann auch noch eine weitere inspirierende Mama ein bisschen Zauber in die Luft:


Weihnachten ist für mich ein Fest der…
besonderen Erinnerungen. Neben ersten eigenen Traditionen fließen hier in der gesamten Adventszeit viele schöne Erinnerungen aus meiner eigenen Kindheit und der meines Mannes ein.

Weihnachten mit Kindern ist…
großartig und anstrengend zugleich. Für Kinder hat Weihnachten einfach diesen Zauber, der uns Erwachsenen irgendwann verloren geht. Zu sehen wie unsere Mädchen vor Vorfreude fast platzen und wie besonders die kleinen Momente sind; das ist wirklich ein Geschenk. Aber natürlich verlangt einem das ganze Drumrum auch einiges an Kraft und Nerven ab - Weinachten ist am Ende eben auch nur ein ganz normaler Tag im kunterbunten Familienleben.



Stress in der Advents-Zeit kompensiere ich durch… 
Kekse, kitschige Weihnachtsmusik und Online-Shopping - die Reihenfolge variiert hier klar nach Tagesform. 

Mein Weihnachts-Dekorations-Must-Have in diesem Jahr ist… 
Grünzeug jeglicher Art. Ob Minitanne aus dem Wald, herrlich duftender Adventskrank oder eben die {traditionell selbst geschlagene} Tanne. Noch ein paar funkelnde Glaskugeln, getrocknete Zitrusfrüchte und Sammelstücke der letzten Jahre und für mich muss es mehr nicht sein. Sowieso finde ich Deko großartig, die man Aufessen kann - der Baumschmuck aus Lebkuchen und Schokolade kommt dann aber wirklich erst in letzter Minute an den Baum!


Meine liebste Tradition am Heiligen Abend ist…
unser Familienessen: Schlesische Weißwurst mit Lebkuchen-Bier-Sauce und Sauerkraut. Klingt komisch, ist es aber nicht. Allein der Duft bei den Vorbereitungen versetzt mich direkte zurück in Kindertage und stimmt mich erst so wirklich aufs Fest ein.



Fotos: Saskia Stammwitz

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