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Vor ein paar Tagen unterhielt ich mich mit einer Freundin über das Mama-sein, das was es - abgesehen von den Kindern - noch mit sich bringt. Ein großes Thema war der Haushalt: die nie endende Schmutzwäsche, die nie sauber bleiben wollende Küche, Staub der da ist, obwohl man ihn gerade erst eingesaugt hat. Meine Freundin sagte dann irgendwann, sie fühle sich meist tatsächlich genau so, wie es oft beschrieben wird: im Hamsterrad gefangen. Als am Abend endlich die Kinder im Bett lagen und ich mich an das bunte Chaos aus Teller, Brösel, Spielzeug und Wäschekörbe machte, dachte ich nochmal über unser Gespräch nach. Und musste zugeben: es stimmt. Es ist ein Hamsterrad, in dem wir uns da befinden. Denn tatsächlich fragte ich mich, warum zum Teufel ich gerade Tim's Autos einsammle, wenn er sie doch morgen wieder im ganzen Wohnzimmer verstreuen wird. Warum sauge ich regelmäßig Brösel ein, wenn es doch viel mehr Sinn machen würde, dies nur zwei-wöchentlich zu tun? 

Stören mich die Flecken auf der Kleidung meiner Kinder mehr, oder ist es nun doch der verhasste Wäschehaufen, der mich stört? Was kann ich weniger dulden? Kann ich mit Brösel auf meinen Fußsohlen leben? Macht es überhaupt Sinn Spielzeug aufzuräumen, oder soll ich einfach alles liegen lassen? Tausende Fragezeichen geisterten in meinem Kopf, stellten jeden Plan in Frage, den ich in meiner Laufbahn als Hausfrau verfolge, um unser Zuhause ordentlich und sauber zu halten. Als ich dann anfing die Zeit hochzurechnen, die ich damit verbringe, aufzuräumen, zu putzen und Wäsche zu waschen, wurde mir schlecht. Ich fing an, innerlich zu glühen, das Atmen fiel mir schwer und ich flüchtete erst mal auf die Terrasse an die Frischluft. Ja, das Ergebnis war erschreckend. Und das obwohl ich in Sachen Sauberkeit Unterstützung einer Putzfee habe, die hier regelmäßig klar Schiff macht. 

Ja, ich bin ein unheimlich ordentlicher, sauberer, strukturierte Mensch. Und würde ich an dieser Einstellung etwas zurück schrauben, könnte ich in der Woche vermutlich eine Stunde aus dieser Hochrechnung entfernen. Aber als ich da so auf der Terrasse stand, und bei kühler, klarer Luft in mein Chaos-Wohnzimmer starrte, wusste ich: nein, ich kann nicht zwei Wochen lang mit Brösel auf den Fußsohlen leben. Und ja, den Wäscheberg - ich mag ihn nicht - aber der Duft von frisch gewaschener Wäsche übertrumpft diesen Hass. Und ich bin definitiv davon überzeugt, es spielt sich besser, wenn das Spielzeug immer mal wieder an seinen Platz kommt. Es gibt einfach Dinge in meinem Leben, die so sind wie sie sind. Und letztendlich habe ich mich dafür entschieden. Es kam nicht eines Tages mein Mann mit der Idee an, nun ein Kind in die Welt zu setzen, ein Haus zu kaufen, in Karenz zu gehen und somit die Hausarbeit zu übernehmen. Nein, ich wollte all das. Und zwar genau so. Ich finde, man kann Fakten zerreden. Und ja, auch "zerdenken". Denn alles was dabei raus kommt ist eine Hitzewallung und ein undankbares in-Frage-stellen meines Alltags. Meines Lebens. Ich bin Mutter, ich bin Hausfrau. Und ich bin so verdammt stolz darauf, wie ich all das wuppe. Und ja - was früher ne neue Handtasche  von Miu Miu für mich war, ist heute der richtig coole, effektive Staubsauger von Dyson, der mir mein Leben voll Brösel, Dreck und Staub leichter macht. 


Ja, ich verfluche es innerlich so oft, das Hausfrauen-Dasein. Aber doch weiß ich eines genau: all dieser Schmutz unter meinen Füßen, dieses tägliche Wäsche-Spielzeug-Chaos - es ist der Beweis dafür, dass wir leben. Dass wir gut leben. Dass wir genug Brot haben, um satt zu werden. Dass meine Kinder in der glücklichen Lage sind, Spielzeug zu besitzen. Und dass an ihren Gummistiefeln Matsch aus dem Wald neben unserem Haus klebt, in dem sie zuvor entdeckten und erlebten. Ich würde nicht sagen, dass ich dieses Chaos liebe, aber ich kann definitiv behaupten, dass ich es ertragen kann - denn es gibt so, so viel Schlimmeres. 


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(*Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Dyson, wurde aber mit ganzem Herzen von einer ehrlichen und stolzen Hausfrau geschrieben.)


Kommentare

  1. Liebe Anna, ich habe Dich so lange aus den Augen verloren, bis mein Instagram-Feed mir Dich plötzlich wieder angezeigt hat!!! Was war ich überrascht über die Schwangerschaft - also auch von mir ein extrem verspäteter Glückwunsch! Was freue ich mich...
    Das Mädchenzimmer sind ganz bezaubernd aus:) Eine Frage - wo schläft denn dann eigentlich der Halbbruder von den dreien (bald) ?

    Ganz beste Grüße,
    Sonja

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  2. Du sprichst mir aus der Seele...bin auch sehr ordnungsliebend und möchte dass es immer top top aussieht.habe oft ein schlechtes gewissen wenn ich z.b. ne Stunde putze und diese Zeit nicht mit meiner Tochter zum spielen nutze :-/ aber im chsos leben kommt für mich auch nicht in frage.

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  3. Hallo Ana,

    toller Beitrag, du sprichst mir aus der Seele! Ich habe auch einen Dyson Staubsauger und bin total glücklich darüber - macht das Hausfrau-sein wirklich etwas leichter
    lg
    Julie

    www.annerineliving.com

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