Familien-Auszeit | Von der Natur liebevoll umsorgt

28.09.2017


Übermüdet und ziemlich schlecht gelaunt stand ich vor ziemlich genau einer Woche in unserem Schlafzimmer. Lust auf Urlaub? Nein. Nicht die Spur. Ich lies mich auf's Bett fallen, die Tränen kullerten und ich fühlte mich überfordert. Mit so ziemlich allem. Mit dem 3-fach-Mama-sein, mit dem Haushalt, mit den Haufen an Mails, mit meinem Blog, mit allem. Ich hatte das Gefühl, nichts gerecht zu werden und war verzweifelt. Ich hätte natürlich einfach eine Runde schlafen können - nach den (Zahnung-)Nächten die ich und Joel hinter uns hatten, wäre dies vermutlich die beste Entscheidung gewesen. Aber ich entschied mich, den Roboter-Modus einzuschalten. Und so versuchte ich innerhalb von drei Tagen die Geburtstagsparty für Olivia vorzubereiten (wir feiern hier in Italien), alles einzupacken und zu allem Überfluss auch noch das Haus sauber geputzt zu hinterlassen. Und das mit maximal drei Stunden nächtlichen Schlaf und einem ziemlich schlecht gelaunten Baby in der Trage. Ach und einer 5- und einem 3-Jährigen, denen das alles natürlich viel zu langweilig war. Wie es ausging? Um es kurz zu formulieren: ich hatte die Spitze meiner Augenring-Karriere erreicht, sitze aber gerade in dem Moment in der italienischen Sonne und sehe meinen Kindern beim Sand buddeln zu. Streitend und ziemlich laut. Aber immerhin. 


Ich bin froh, dass ich nicht doch verzweifelt versuchte, meinen Mann davon zu überzeugen, einfach zuhause zu bleiben. Denn es tut uns gut hier, ich kann aufatmen, durchatmen und Intensiv-Zeit mit jedem einzelnen meiner Kinder genießen. Rückblickend hätte ich vermutlich einfach auf das geputzte Haus verzichten sollen. Und Olivia wäre bestimmt auch glücklich mit nur einem Päckchen, einem gekaufte Schokocroissant und dem Ausblick auf die große Familien-Party nach unserer Rückkehr. Nun gut - ich und mein Perfektionismus müssen noch viel lernen, das steht fest. Doch ich bin überzeugt davon, dass dies, was wir gerade in dem Moment tun, der beste Ansatz ist: wir verbringen jede Minute des Tages in der Natur. Und wo kann man schon besser loslassen und entspannen? Ich höre nichts anderes, als Meeresrauschen und das Gequieke meiner drei Kinder. Ich denke nicht an das, was ich noch zu tun habe, sondern blende es einfach aus. Und es fällt mir hier nicht schwer. Ganz im Gegenteil, es erscheint alles so nebensächlich.


Als ich eben den süßesten aller Babypopos sauber machte und mit der Calendula Babycreme pflegte, musste ich an die Philosophie von Weleda denken: "Von der Natur liebevoll umsorgt". Und ja, genau das fühle ich in den letzten Tagen. Ich fühle mich von der Natur liebevoll umsorgt. Denn so wie die Calendula Babypflege-Serie von Weleda die zarte Babyhaut vom ersten Lebenstag umsorgt und mit wertvollen Substanzen aus der Natur nährt, gibt uns im Moment die Natur ebenso das was wir brauchen. Die Kinder holen sich Wasser aus dem Meer, fabrizieren tonnenweise Sand-Matsch damit. Sie sammeln Stöcke um daraus ein Zuhause für ihre imaginären Tiere zu bauen. Den beginnenden Herbst-Rotznasen macht die Salzmeeresluft einen Strich durch die Rechnung. Wir genießen die wärmende Sonne und essen dabei Oliven und Tomaten vom Bauern aus dem Dorf. Peter trinkt den Wein. Zuhause würde er scheußlich schmecken, meinte er - aber hier, hier in der italienischen Sonne, tiefen-entspannt und so dankbar - hier schmeckt er. 


Die Natur holte mich wieder zurück aus meinem hektischen Strudel im Kopf. Und ich genieße es. Alles. Es war herrlich, hier vor unserem Wohnmobil meinen kleinen Joel zu baden. An seinem Halb-Jahres-Geburtstag. Passend zu unserem Urlaub, verwendete ich - wie ich es immer mache - die Calendula Waschlotion von Weleda. Passend, weil ganz natürlich. Denn alle Baby-Produkte von Weleda sind frei von synthetischen Duft-, Farb- oder Konservierungsstoffe sowie Rohstoffen auf Mineralölbasis, welche die natürliche Hautfunktion beeinträchtigen könnten. So also auch die milde Waschlotion: Mit einem wertvollen Auszug aus Bio- Calendula reinigt sie besonders schonend mit Zuckertensiden, sorgt für leicht kämmbares Babyhaar und ist dabei extra mild zu den Augen. Mandel- und Bio-Sesamöl schützen vor dem Austrocknen und sorgen für geschmeidig-zarte Haut.

Nach dem Bad gab es erstmal ne große Runde Kuscheln. Und wir tanzten. Also ich tanzte, Joel lachte. So macht man das schließlich an einem Halb-Jahres-Geburtstag. Mit einer dicken Mama-Träne, denn: "in einem halben Jahr bist du schon ein Jahr." An dieser Stelle wurde ich von meinem Mann Kopf schüttelnd ausgelacht. Aber wir genossen diesen Moment, tanzten - ganz zur Erheiterung der Camper um uns - fröhlich weiter.

Gesungen und getanzt wird hier zwar nicht nach jedem Bad, aber eine entspannende Massage, das ist Pflicht. Dieses Ritual begann ich in der schlimmen Schreizeit von Joel und führe es seither weiter. Denn er genießt es so. Und wie immer lagen auch dieses Mal plötzlich drei Paar Kinder-Füße vor mir - die einen etwas schmutziger als die anderen - und wollten verwöhnt werden. Dazu verwende ich das parfümfreie Pflegeöl von Weleda. Es pflegt sanft, schützt und unterstützt die natürlichen Hautfunktionen. Bio-Sesamöl und ein hautberuhigender Auszug aus Bio-Calendula hüllen wohlig warm ein. Außerdem hilft das Pflegeöl Hautreizungen und Rötungen vorzubeugen. Da hier leichte Neurodermitis leider in der Familie liegt, ist eine gute Pflege unabdingbar. Mit dem Pflegeöl konnte ich sowohl bei den Kindern, als auch bei mir immer gute Linderung schaffen. 

Und so wie es das Pflegeöl mit unserer Haut macht, freue ich mich nun auf die Tage, die noch vor uns liegen - Tage, die den Stress lindern. Und zwar mit rein natürlichen Substanzen: Liebe, Sonne und Meeresluft.

Ich danke Weleda für diese wunderschöne Kooperation, die mich darauf aufmerksam machte, wie wichtig es ist, die Natur zu fühlen, zu spüren und zu entdecken. Hand in Hand, mit meinen vier Lieblingsmenschen.

Schnell und lecker | Kürbisfladen mit Rosmarinhonig

16.09.2017


Und da war sie plötzlich - die Kürbiszeit. Oh wie sehr ich sie liebe. Ihr auch? In diesem Jahr beschloss ich fix, mal nicht ständig nur die klassische Kürbissuppe daraus zu zaubern - sie ist aber einfach so unschlagbar gut - sondern auch ein paar andere Leckereien damit versuche. Gesagt, getan. Denn schon flatterte mir ein Ausschnitt einer Zeitung aus meinen Unterlagen entgegen, den ich letztes Jahr mal auf dem Stapel "sollte eingeordnet werden" ablegte. 

Es war das Rezept dieses herrlichen Kürbisfladen, der laut Rezept auch noch ganz schnell gehen sollte. Perfekt für eine hungrige Mama, die Kinderbedingt begrenzt Zeit zur Verfügung hat. Und nachdem ich genau weiß, dass es von dieser Sorte so einige unter euch gibt, hier das Rezept:



Kürbisfladen mit Rosmarinhonig

Zutaten (für ca. 4 Personen):
- 450 g Hokkaido-Kürbis
- 300 g Crème fraiche
- 1 gelbe Zwiebel
- 2 Rollen Vollkorn-Blätterteig
- 150 g Ziegenfrischkäse
- 5 EL Olivenöl
- 1 EL Rosmarinnadeln
- 3 EL Honig
- Salz, Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:
Backrohr vorheizen auf 220 Grad Umluft. Crème fraiche mit Salz und Pfeffer verrühren. Kürbis halbieren, die Kerne entfernen und den Kürbis in ca. 2 mm dicke Streifen hobeln. Zwiebel schälen und fein würfeln. Blätterteig mit dem Backpapier auf je einem Backblech ausrollen und mit einer Gabel mehrmals einstechen. Mit je der Hälfte der Crème fraiche bestreichen. Kürbis und Zwiebel gleichmäßig darauf verteilen und den Käse grob darüber zerbröseln. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit Öl beträufeln.

Die Fladen gleichzeitig auf der oberen und unteren Schiene ca. 20 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Nach 10 Minuten die Bleche tauschen. Rosmarin fein hacken und mit dem Honig verrühren.

Fladen aus dem Rohr nehmen, mit dem Rosmarinhonig beträufeln und servieren.


- Das Rezept stammt aus einer Vorjahres-Ausgabe des frisch gekocht. -

Wohnen | Von Baumarkt-Regalen und der tollsten Kaffeemaschine:

14.09.2017



Neben der großen Teppichfrage (die übrigens hier beantwortet wird), zählt folgende Frage zu den meist gestellten in meinem Instagram-Profil: was ist das für eine Kaffeemaschine? Und: bist du damit zufrieden? Also, vorneweg gesagt - ich liebe Kaffee! War ja fast klar, oder? Der Witz daran ist aber, dass ich diese Vorliebe erst vor etwa fünf Jahren entdeckte. Und wie soll es anders sein, passierte dies natürlich in der Zahnungszeit meines ersten Kindes. 
Vorher ging ich quietschfidel durch's Leben und machte einfach das, was man so tut wenn man müde ist: schlafen, ausruhen, einen Gang runter schalten. Dass das nicht ewig so bleibt, hätte ich nie gedacht, ist aber tatsächlich so gekommen. Und so trinke ich mich seither ab und an einfach munter, anstatt mich auszuschlafen. Denn weder mit Kind Nummer Zwei, noch mit Kind Nummer Drei wurden die Stunden meines Schlafs mehr - war ja klar. 

Nach ein paar Jahren Kapselkaffee beschlossen mein Mann und ich irgendwann, unsere Kaffee-Karriere mit etwas mehr Stil, weniger Müll (!!) und natürlich viel mehr Genuss auf's nächste Level zu bringen. Ein paar Monate intensiver Recherche später zog letztendlich diese Siebträgermaschine in unsere Küche ein. Zugegeben: Neben einem wirklich hübschen Aussehen und äußerst leckeren Kaffee, bringt die gute Maschine allerdings auch einen ziemlich stolzen Preis mit sich. Doch hochgerechnet mit teuren Kapseln und den großen Müllberg den wir damit fabrizierten, war dieser für uns absolut annehmbar.

Und wie schmeckt er nun, der Kaffee? Jap, ne Kapsel in eine Maschine zu stecken und auf den Knopf zu drücken geht wesentlich schneller. Aber hat man mal den Dreh punkto Mahlgrad und Kaffeemenge raus, wird man definitiv mit einem sehr leckeren Kaffee belohnt. Welche Bohnen man verwendet ist natürlich Geschmacksache. Wir probierten viele aus - von ziemlich überteuert bis hin zu ziemlich billig war da alles dabei. Hängen geblieben sind wir letztlich bei einem Bio-Kaffee aus dem Supermarkt. Ich verrate euch gerne morgen mal auf Instagram wie der genau heißt - das hab ich gerade nicht im Kopf und die leere Packung ist auf die Schnelle leider auch nicht auffindbar. Aber ich mach mich morgen schnell im Laden schlau, versprochen!

Gefragt wurde übrigens auch des öfteren nach dem Regal, das neuerdings im Essbereich steht. Das ist schlichtweg aus dem Baumarkt und wurde von meinem Mann mit Vollholz-Fächern aufgewertet, die ich weiß lasierte. Mittlerweile steht da zwar nicht mehr die Kaffeemaschine - der Weg zum Waschbecken war mir so doch etwas zu weit - das Regal selbst liebe ich aber nach wie vor. 

Sonst noch Fragen? Immer nur her damit!



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Gastpost | Kinderzimmer-Möbel selbstgemacht

08.09.2017

Claudia von Travel Little One ist großer Fan selbstgebauter Möbel. Heute zeigt sie, wie diese im Zimmer ihrer Mädchen aussehen und obendrauf ein toller Tipp für mehr Ordnung und Übersicht im Kinderreich. 


Vor genau einem Jahr sind wir umgezogen und bis es sich hier für alle stimmig anfühlte, wurden die Zimmer schon ein zwei Mal neu verteilt. Ich glaube aber, das ist ganz normal, denn ein Zuhause kann man nicht einfach basteln, es entwickelt sich mit der Zeit. 

Da die Mädels sich derzeit ein Zimmer zum spielen und schlafen teilen, haben sie den größten Raum sowie mit viel Liebe selbst gebaute Möbel bekommen - und da bin ich für das handwerkliche Geschick meines Mannes und meines Papas sehr dankbar, denn wenn ich eins bei mir zu Hause nicht mag, dann sind es "Möbel von der Stange". Ich finde es wunderbar, wenn hinter Möbeln kleine Geschichten stecken.

Bei uns hat also der Opa, als Umzugsgeschenke für die beiden so zu sagen, zwei Bettchen gebaut und der Papa die "Holzhäuschen" , die zwei Regale samt Schreibtisch in der Mitte bilden. Die Regale bieten viel Platz für Spielzeug sowie Bücher und die beiden integrierten, grossen Schubboxen machen selbst das aufräumen kinderleicht - und das ist für alle Beteiligten besonders super, wer räumt schon gerne auf .


Dazu gleich ein Tipp für mehr Ordnung und Überblick im Kinderzimmer: ich mag es eher schlicht, versuche die Kids nicht visuell zu überladen. Somit wechsle ich zB gerne das Spielzeug aus - mal steht die kleine Küche im Vordergrund, mal der Kaufladen, mal {so wie derzeit wg des anstehenden Nachwuchses bei uns} die Puppen und Puppenwagen - so bleibt es spannend im Kinderzimmer ohne das ich ständig was neues kaufen muss. Das gilt auch für Bücher, diese wechsle ich ebenfalls nach Saison aus.

Was man bei uns kaum findet ist Plastikspielzeug - da gibt so viele wunderschöne Alternativen aus Holz. Wovon wir uns aber nicht frei machen können ist die grosse Verkleidungskiste, wo immer Mal wieder etwas Neues Platz drin findet. Selbst genäht von der Oma, aussortiert von der Mama oder eben doch gekauft - in schrill und bunt. Die Mädchen lieben es einfach. Und da sollen sie auch ganz Kind sein - abtauchen in Phantasiegeschichten als Prinzessinnen oder Feen, das gehört nun Mal seit eh und je dazu. Und das ist auch gut so!



Mehr schöne, inspirierende Bilder und Texte von Claudia, findet ihr auf TRAVEL LITTLE ONE



Kinder | Unser kleines Abend-Ritual

06.09.2017


Gibt es eine Sache, die ich im Laufe meiner "Mama-Karriere" so richtig optimiert habe, ist es zum einen das führen von Listen und Plänen und zum anderen für meine Kinder Rituale einzuführen, um ihnen den Alltag etwas zu strukturieren und Zeitgefühl zu schenken. Vorneweg gesagt: auch bei uns gibt es Ausnahmen. Es gibt Tage, da hab ich schlichtweg keine Zeit mich an Pläne oder To-Do-Listen zu halten. Und es gibt auch jene Tage, die für Rituale weder die Zeit noch die gut gelaunten Kinder bieten. Manchmal muss es einfach schnell gehen und das ist ok so. Doch die grundsätzliche Regelmäßigkeit tut mir gut. Und ich bin überzeugt davon, dass dies auch meine Kinder so empfinden. 

Und so verschwinden wir (fast) jeden Abend nach dem Essen - beim Abendessen läuft neuerdings immer entspannende Musik - direkt ins Badezimmer. Mein Baby kommt in die Wippe, beobachtet das Gewusel höchst aufmerksam und speichert schon mal jeden Schabernack, den seine großen Geschwister in der Badewanne so treiben. Der Kinderhaut zu Liebe, wird nicht jeden Tag gebadet, aber zumindest ne schnelle Dusche - das muss sein. Mit dabei: Nilpferd, Delfin und Seerobe. Ja genau - denn als wir vor einiger Zeit ein Päckchen gefüllt mit den hübschen Weleda KIDS 2in1 Shower & Shampoos öffneten, war die Freude groß. Auch für mich, denn immerhin begleitet mich Weleda schon mein halbes Leben:

Begonnen hat es mit der Handcreme meiner Mama, die ich ihr so gerne stibitze. Irgendwann entdeckte ich dann die Schönheits-Produkte für mich (meine Dauerbegleiter: diese Lippenpflege und diese Tagescreme). Und weiter ging es schließlich mit der Calendula-Waschlotion, dass ich schon in der Schwangerschaft zu meinem ersten Kind kaufte und es auch noch heute für mein drittes Baby verwende. Neuerdings sind also auch die neuen Kids-Duschen ein Teil unseres Abend-Rituals und sorgen durch die Formulierung mit Bio-Sesamöl, das Feuchtigkeitsgleichgewicht der Haut zu bewahren. Außerdem sind sie natürlich frei von synthetischen Konservierungs-, Duft- und Farbstoffen. Und ganz wichtig: die Rezeptur ist besonders mild zu den Augen und enthält Tenside auf pflanzlicher Basis, die sanft reinigen und einen leichten, cremigen Schaum erzeugen. Weinende Kinder, weil es beim Haare waschen in den Augen brennt, gibt es hier also nicht. Halleluja!

Beim Abend-Ritual besonders wichtig für die Kids: zuerst dürfen sie zwischen grüner, oranger und blauer Packung wählen, anschließend gibt es ein paar wenige Tropfen auf die Hand um sich selbst zu schrubben. Und erst am Schluss macht Mama die Fein-Arbeit. Wer zuerst dran kommt wird ganz schlicht mit 'Ene, mene muh' entschieden - so gibt's keine Streitereien. 
           
Wenn dann alle nach Limette, Vanille oder Orange duften - Mama natürlich inklusive, denn irgendwie komm ich nie trocken aus dem Badezimmer - hüpfen die zwei im Bademantel ins Wohnzimmer auf's Sofa, wo schon die Pyjamas bereit liegen. Im besten Fall schaffen wir es rechtzeitig zum Sandmann, andernfalls hat YouTube da ja zum Glück so einige Folgen im Archiv. Kurze Verschnaufpause für mich, Badezimmer trocken legen, Baby's Bedürfnisse stillen, Kinder-Ohren putzen, Kinder-Nägel schneiden (hoch lebe der Fernseher, der meine Kinder mal kurz still halten lässt). Danach gehts ab zum Zähne putzen, um dann gut duftend im Bett noch zwei Bücher zu lesen. Oder drei. Oder vier. 

Und wie sehen eure Abend-Rituale so aus? Habt ihr welche? Oder lasst ihr euch einfach so dahin treiben? Ich bin mega-gespannt auf eure Erzählungen.




{Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Weleda.}

Wohnen | Der neue Terrassentisch

03.09.2017


Habt ihr auch so Ecken in eurem Zuhause, die irgendwie nie so richtig passen wollen? Bei uns war es lange die Terrassen-Ess-Ecke. Irgendwie wollte nie der passende Tisch zu uns finden. Da stand ein Holztisch, der nicht so richtig zu unseren Lärchen-Dielen passte. Er zog noch aus unserer alten Wohnung mit hier ein und irgendwann segnete ihn dann das zeitliche. Danach kam der wirklich hübsche Tisch aus der Ikea PS Serie. Doch er war leider nicht nur hübsch, sondern auch viel zu klein. Heute verwenden wir ihn gerne zusätzlich als Kindertisch, wenn wir eine große Gästeschar eingeladen haben. Und das tun wir gerne - sehr gerne. 

Wir lieben es, wenn es in unserem Garten nur so wuselt. Wenn sich viele Kinder durch Sand und Erde wühlen, wenn im Pool ständig geplantscht und gelacht wird. Wenn der Duft von Grillwürsten in der Luft liegt und am Tisch bei kühlen Getränken der Sommer genossen wird. Es werden Erinnerungen geschaffen, die hoffentlich ganz fest in den Herzen meiner Kinder hängen bleiben. Denn es sind Tage, an denen wir umgeben sind von Menschen, die wir lieben. Und genau an diese Tage, erinnere ich mich noch heute aus meiner Kindheit.


Ausreichend Platz für all diese lieben Leute, und - ganz wichtig - all den guten Leckereien, gibt es nun endlich. Denn wie in so vielen Problem-Ecken stand auch bei der großen Tischfrage irgendwann fest: selber machen! Und so überlegten wir lange hin und her, suchten nach Ideen auf Pinterest, als dann eines Tages die Anfrage eines französischen Unternehmens namens Tiptoe die Lösung brachte. Die Beine sind stabil, auch für den Aussenbereich einsetzbar und einfach-schön. Außerdem sind sie ganz schnell montiert. Wir wählten eine Sperrholz-Platte, die wir weiß lasierten und unten mit Stahlwinkeln stärkten, damit sie sich nicht durchbiegt. Unser Tisch steht übrigens vor direkten Regen geschützt unter einem Dach - ob Sperrholz der direkten Witterung ausgesetzt werden darf, weiß ich leider nicht. 


{In freundlicher Zusammenarbeit mit TIPTOE}

Mama-Diary | Kleine Helfer in lauten Stunden

01.09.2017


Drei Monate. So ziemlich auf den Tag genau. Ja - drei Monate dauerte es in etwa, bis friedliche Ruhe einkehrte. Ruhe, sofern das geht mit drei Kindern. Aber zumindest jene Art von Ruhe, die ich mir so sehr wünschte. Für mich, für meinen Mann, für meine großen Kinder und natürlich - für Joel. Hier schrieb ich noch in einem Beitrag darüber, wie hart es ist, aber wie sehr man gleichzeitig auch an der Situation wächst. Und ich freute mich unheimlich darüber, als ich die vielen Mails und Nachrichten von Frauen las, denen es gerade in dem Moment genau so ergeht und denen ich Mut mit meinem Text machte. Ich freute mich über Zeilen von Müttern, die die Zeit schon hinter sich hatten, und wiederum mir Mut machten. 

Zu dem Zeitpunkt, als ich den Beitrag schrieb, waren wir mittendrin. Und so optimistisch ich auch war, es waren auch wieder Tage dabei, in denen ich weinend verzweifelte. Rückblickend weiß ich nun: wie auch immer man es meistert, alles ist erlaubt. Weinen, verzweifeln, nicht mehr können, Hilfe annehmen, um Hilfe bitten, Schwäche zugeben und zusammen halten.


Es war eine anstrengende Zeit, das steht fest. Und so sehr ich die drei Wörter "es geht vorbei" hasste - denn ich hörte sie einfach so oft, und doch halfen sie in dem Moment so wenig - es war tatsächlich so: es ging vorbei. Ganz plötzlich, von einem Tag auf den anderen. Und heute kann auch ich all jenen Frauen, die gerade in dem Moment in der selben lauten Situation stecken, nur sagen: es geht vorbei, versprochen!! Am liebsten würde ich alle diese Frauen fest in den Arm nehmen, denn ich kann noch so gut fühlen, wie es ist. Und so hoffe ich, dass meine Beiträge hier etwas Mut schenken können. Mit meinen Worten und mit ein paar kleinen Helfern, die uns unterstützend durch die Schreizeit begleiteten:

  • Das war der CosyMe, der Joel die Enge schenkte die er noch aus meinem Bauch kannte. Er liebte es darin und ich wusste gleichzeitig, er ist darin gut und kuschelig aufgehoben. Außerdem war es toll, dass ich ihn darin schunkeln konnte, und wenn er tatsächlich mal kurz eingeschlafen ist, schnell ablegen konnte und er nicht gleich wieder aufwachte, weil sich der Untergrund veränderte. Versteht ihr was ich meine? Nur nächtliches Stillen im Liegen funktionierte damit leider nicht so gut. 
  • Enge und gleichzeitig Nähe inklusive das Geräusch meines klopfenden Herzens schenkte ihm auch das Tragetuch. Obwohl ich ein eher Fan von festen Tüchern bin, fand ich gerade anfangs ein elastisches Tuch unheimlich praktisch. So musste ich nach jeder Stillmahlzeit nicht jedes mal wieder neu binden. Die liebe Alex von Little Wombat - einst selber Mama eines Schreibabys - schickte mir  zur Geburt von Joel netterweise eines ihrer Tücher und ich kann sie von ganzem Herzen empfehlen. 


  • Eine Federwiege! Unbedingt! Denn irgendwann will man nicht mehr mit schreiendem Baby am  Gymnastikball sitzen. Und irgendwann geben auch die stärksten Waden und Arme nach. Wir kauften uns eine von Nonomo. Auch hier: kann ich absolut empfehlen. Wir fanden sie übrigens gebraucht - da gibt es jede Menge auf diversen Kleinanzeiger-Seiten - somit auch eine leistbare Investition. Auf den viel gelobten Motor verzichteten wir allerdings. Einfach aus dem Grund, dass wir nicht in Versuchung kommen, Joel ständig nur darin zu beruhigen. Er sollte außerdem eines Tages auch ohne wippen schlafen können. 
  • Und zu guter letzt - der Osteopath. Neben der Zeit, die Joel einfach brauchte hier anzukommen, bin ich mir sicher, dass der Osteopath den letzten Funken für Joels Entspannung beisteuerte. Es war tatsächlich so, dass wir genau einen Tag nach der Behandlung eine extreme Erstverschlimmerung hatten. Und wenn ich sag 'extrem', dann mein ich e x t r e m. Halleluja! Aber danach ging es ganz schleichend immer besser. Dazu kann ich tatsächlich jeder verzweifelten Mama nur raten. Und ich denke, ich werde sogar für all meine Kinder regelmäßig Termine vereinbaren. Und für mich! Übrigens sind die Warteliste der Osteopathen lang - ich bekam im Endeffekt nur durch eine Freundin die einen Osteopath kannte, schneller einen Termin. Darum empfehle ich, gleich nach der Geburt einen Termin zu vereinbaren. Oder sogar noch vor der Geburt. Denn ob Schreibaby oder nicht - gut tut das bestimmt jedem neuen Erdenbürger. 


So, das waren vier kleine Helfer, die ich mit guten Gewissen empfehlen kann. Und ich hoffe von ganzem Herzen, dass sie all jenen Familien etwas Zeit zum durchatmen schenken, die gerade den selben lauten, holprigen Weg gehen, wie wir es taten. Und ich hoffe, dass meine Worte zu jenen Familien finden, die sie brauchen: Es geht vorbei. Ich verspreche es bei all den Sorgenfalten, die mir mein Joel die ersten Wochen bescherte. Weint! Lacht! Schreit! Stöpselt euch die Ohren zu! Hört gute Musik! Esst Schokolade - ganz viel davon! Nehmt jede Hilfe an! Und dann, irgendwann, von einem Tag auf den anderen, ist sie plötzlich da: die himmlische Ruhe.

Und damit dieser Mutmach-Text hoffentlich ganz viele Familien erreicht, bitte ich euch, ihn zu teilen so oft es geht.  

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