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Oh Advent, du schöner Advent. Wie sehr freue ich mich, dass du bald wieder da bist. Denn wir zwei haben noch ein Hühnchen miteinander zu rupfen, richtig? So ganz im Reinen gingen wir im letzten Jahr ja nicht auseinander. Denn ich war sauer auf dich, und du vermutlich auch auf mich. Ich wollte dich verbannen, als ich da saß, mit Babybauch und gebrochenen Fuß. Ich schimpfte über dich, schmiss deine Dekoration das ein oder andere mal durchs Wohnzimmer, vor lauter Frust. Aber weißt du, lieber Advent, ich war nicht sauer auf dich - ich war sauer über die Tatsache, dass es anders werden würde, als ich es mir gewünscht habe. Dass ich dich nicht so genießen kann wie sonst. Dass ich dich nicht feiern kann, wie du es eigentlich verdient hättest. Und so zog ich mich in mein Schneckenhaus zurück und versteckte meine Enttäuschung hinter einem großen Berg aus Wut und Groll gegen dich. Doch eigentlich, du lieber Advent, liebe ich dich! Ich liebe dein Glitzern, dein Zauber, deine Art, wie du jeden Tag so besonders machst. Ich liebe das Kribbeln, das ich seit meiner Kindheit fühle und es auch in meinen Kindern entdecke. 

In diesem Jahr, lieber Advent - in diesem Jahr fühle ich dich. Egal was kommt - und ich sage dir, es kommt nichts (!!!). Wir werde dich feiern, dich genießen und dich schmücken. Mit leuchtenden Sternen, mit klingenden Girlanden, mit gutem Tee und leckeren Keksen. Die Kinder werden jeden Tag ein Säckchen öffnen, und dabei den Zauber noch ein bisschen mehr fühlen. Wir werden eine Kerze entzünden, Lieder singen und uns an hübschen Kleinigkeiten erfreuen. Wir werden Körbe füllen, für die, die es nicht so gut haben und wir werden dankbar sein - dankbar, dass wir zusammen sind. Dass ich wieder laufen kann, dass meine Mama wieder gesund ist, dass meine Kinder auf der Welt sind, dass wir hier zusammen sitzen dürfen, vor warmen Kaminfeuer und uns auf das freuen können, was in den 24 zauberhaftesten Tagen des Jahrs passieren wird. 

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