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"Ein typisches Sandwichkind" - den Satz hörte ich in letzter Zeit ganz oft. Ich hörte es, wenn sich Eltern über eines ihrer Kinder unterhielten, ich las es in doofen Internet-Foren und ja, ich hörte es mich sogar schon selbst das ein- oder andere mal sagen. Und irgendwie finde ich, dass es - egal wo ich es höre, oder davon lese - irgendwie immer ein wenig negativ behaftet ist. Sandwich-Kinder sind laut, folgen kaum oder haben sonst irgendwelche Defizite, die natürlich ganz klar auf ihre Rolle in der Familie zurück zu führen sind. Und weil ich es eigentlich absolut nicht gerne mag, eines meiner Kinder mit einem für mich so negativ behafteten Ausdruck zu verbinden, ging ich der Sache in den letzten Wochen gedanklich etwas auf dem Grund.

Ich dachte darüber nach, ob es mein kleiner Tim denn tatsächlich so schwer hat, dass er daraus negative Züge entwickeln könnte. Oder bereits entwickelt hat. Nun, klar - Olivia ist immer um eines größer oder schneller. Sie kommt nächstes Jahr in die Schule, das natürlich immer großes Thema ist. Und sie hat es generell voll drauf, den Raum einzunehmen, wenn sie es möchte. 

Unseren kleinen Joel-Sonnenschein himmelt man an. Da geht gar nicht anders. Selbst der kleinste Furz wird freudig bejubelt. Und mein "Sandwich-Kind"? Ganz klar, ist er auch zuckersüß und ich könnte ihn manchmal fressen vor Liebe. Doch Tim ist auch laut, er ist auch ziemlich hitzköpfig und er hat seinen Plan. Wenn der mal nicht so läuft wie er es gerne hätte - nun ja, dann wären wir wieder beim Thema 'laut'. Durch die Luft fliegende Gegenstände sind die Draufgabe. Alles in einem kann ich behaupten, dass er es ist, der mir in den letzten Monaten ziemlich viele graue Haare beschert hat.  


Als ich die Bilder für diesen Beitrag aussuchte, scrollte ich mich durch die vielen Fotos, die bei einem Ausflug entstanden. Wir  zogen damals zu dritt für zwei Stunden los, um den Croozer für euch mit dem Fahrrad zu testen (dazu unten mehr). Nur Tim, sein Papa und ich. Ich war in Gedanken sofort wieder zurück versetzt und fühlte die warmen Spätsommer-Strahlen. Außerdem erinnerte ich mich sofort an diese Ruhe zwischen uns dreien. Und tatsächlich merkte ich, dass es anders war, als sonst. Tim war anders. Definitiv. Er saß ganz ruhig im Croozer hinter mir, summte vor sich hin. Ich fühlte eine Ausgeglichenheit, die ich zuhause in letzter Zeit nur sehr selten in ihm entdecke. Und als ich so darüber nachdachte, wie harmonisch der kurze Ausflug ablief, merkte ich, dass der Ausdruck 'Sandwich-Kind' vermutlich doch gar nicht so unrecht hat. In den Stunden die wir mit ihm verbrachten, musste er sich nicht kleiner machen, um mit Joel auf einer Höhe zu stehen. Und er musste sich auch nicht größer und lauter geben, um mit Olivia mitzuhalten. Er ruhte in sich selbst. Kein Wetteifer, den er führen musste. Einfach nur Tim.


Erstmal machte mich die Tatsache ziemlich traurig, dass Tim nur in sich ruhen kann, wenn er alleine ist. Doch als ich so weiter dachte, was denn die Alternative dazu wäre, rüttelte es mich wach: Tim steckt zwar in der Mitte, und er hat damit bestimmt manchmal zu kämpfen. Aber - und dieses ABER liebe ich - er wächst daran, reift dadurch und lernt viel für seine Zukunft:

Er lernt von seiner großen Schwester, wie es ist sanft zu sein. Wie es ist, Menschen zu fühlen. Er lernt, dass es ok ist, zu weinen. Sich fest zu drücken. Kuscheln. Zu tanzen, auch mal im Elsa-Kleid. Ganz egal, ob das Buben machen oder nicht. Er lernt durch seinen kleinen Bruder zu lieben. Bedingungslos, von ganzem Herzen. So sehr, dass es fast weh tut. Er lernt sich zu sorgen. Zu trösten. Und: er ist immer der große Bruder. Der einzige große Bruder. Diese Rolle kann ihm niemand nehmen. Joel wird ihm nacheifern. Machen, was Tim macht. Er wird von ihm lernen. Unsinn mit ihm treiben. Durch die Wälder ziehen. Mädels klar machen. Die Tanzfläche stürmen. Mit ihm heimlich das erste Bier trinken. Und am nächsten Tag gemeinsam den ersten fiesen Kater durchstehen. 

Ich bin mir sicher, mein Tim wächst mit jedem Tag fester in seine Rolle. Und das ist nicht die eines Sandwich-Kindes, es ist die Rolle des großen Bruders in der Mitte. Und die ist verdammt cool. 


Der Croozer im Fahrrad-Test. 

Wer nun lieber Croozer Kid Plus for 2, statt Sandwich gelesen hätte, ist hier genau richtig. Denn nun kommt kurz mein Erfahrungsbericht zum Croozer - dieses mal am Fahrrad hängend. Schiebend haben wir ihn ja schon ausgiebig geprüft und im Sommer davon berichtet (hier gehts zum Beitrag). 

Da Joel zum Zeitpunkt des Ausflugs noch nicht selbstständig sitzen konnte und in der Babyhängematte kein Helm erlaubt ist, fuhren wir erstmal nur mit Tim durch die Gegend. 

Los ging es auf der asphaltierten Strasse - von einem Kontra-Punkt kann ich darauf nicht berichten. Wir schwebten quasi leichtfüssig drüber. Weiter ging es auf einer Kiesstrasse im Wald. Natürlich spürte ich hier doch ein wenig mehr Widerstand, als wenn ich ohne Anhänger unterwegs bin. Aber das tatsächlich nur sehr gering. Tim bemerkte - dank der Federung, die sich an das Gewicht des Anhänger-Inhalts anpasst - kein unangenehmes Gerumpel. 

Der nächste Untergrund: Wiese. Auch hier wie oben beschrieben. Nur der Widerstand wurde natürlich etwas heftiger. Und nun die Königs-Disziplin: aufwärts auf der Wiese. Po und Beine waren dankbar über das Training. Das fühlte ich auch am nächsten Tag. Hallo Muskelkater! 

Bevor wir den Croozer hatten, hat sich für mich immer die Frage gestellt, ob ein Anhänger die Lenkung und die Bremswirkung beeinträchtigen würden. Dies kann ich ganz klar mit NEIN beantworten. Man ist natürlich ganz intuitiv langsamer unterwegs als alleine - somit funktioniert die schnelle Bremsung oder eine starke Kurve ohne Probleme. 


Noch Fragen zum Croozer? Bitte immer nur her damit. Ich freue mich, euch weiter zu helfen.

|| Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Croozer. ||

Kommentare

  1. So ein schöner Bericht und toll die Lage reflektiert! Liebe Grüße

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    1. Hey Tammy, danke für deine lieben Worte! Herzliche Grüße, Anna

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