Let's rock | Die Top 5 aus meiner Weihnachts-Playlist

19.12.2017


Wenn es draussen regnet, anstatt zu schneien. Wenn die Kinder darum streiten, wer heute das Advendkalender-Säckchen öffnen darf, anstatt Hand in Hand durchs Haus zu hüpfen. Wenn die Kekse im Ofen verdächtig verbrannt riechen, anstatt nach Vanille zu duften. Und wenn meine Augenringe nicht mal im schmeichelndsten Lichterketten-Licht zu übersehen sind. Dann, ja dann, dann ist es Zeit für meine Xmas-Playlist! Liebevoll in den letzten Jahren von mir zusammen gestellt und immer mit der einen Mission in unseren Ohren: Weihnachtsstimmung verbreiten. Und das kann sie verdammt gut! Bitteschön und hier sind meine Top 5 daraus:



Und was sind eure musikalischen Weihnachtsknaller?

Der Klassiker | Vollkorn-Vanillekipferl à la Mama

17.12.2017


Immer wenn ich an Weihnachten denke, ganz egal zu welcher Jahreszeit das passiert, macht mein Hirn etwas ziemlich lustiges: es lässt mir sofort einen ganz bestimmten Geruch in die Nase steigen. Nö, kein Lebkuchen, keine Tannenzweige, kein Räucherkegel-Duft. Ich rieche Vanillekipferl. Und zwar die meiner Mama. Weil die so lecker sind und weil ich es schon als Kind geliebt habe, die Dinger in der großen Schüssel mit viel Zucker hin und her zu wälzen und mich dabei insgeheim riesig darüber freuen, wenn eines mal zu Bruch ging. Ausschussware war nämlich zum Verzehr freigegeben. Diese schönen Momente sind zwar schon ziemlich lange her, den Geruch unseres Hauses gemixt mit den herrlichen Vanillekipferl, an den kann ich mich aber noch genau erinnern. Plus das Chaos, das dabei in unserer viel zu kleinen Küche entstand. Und an meine Brüder, die immer mal wieder vorbei huschten um sich ein Keks zu ergattern. Und mein Papa natürlich auch. Und an meine Mama, die Keksdose mit Leibeskräften verteidigte. Ich weiß noch genau, wie sie aussah - sie war weiß, und hatte viele kleine, rote Herzchen drauf. 

Seither hab ich mich durch ziemlich viele Vanillekipferl gegessen. Große, kleine, helle, dunkle, perfekt geformte, etwas aus der Form geratene. Ja - sogar Vanillescheiben waren mal dabei (da dachte jemand, so würde es schneller gehen). Richtig schmecken, tun mir aber nur jene, die ich schon mit meiner Mama gebacken habe und seither auch hier in keiner Weihnachtszeit fehlen dürfen. Das Rezept dazu findet ihr weiter unten. Und wer weiß -  vielleicht kreiert ihr euch ja eine ganz eigene Erinnerung dazu. 


Vollkorn-Vanillekipferl à la Mama

Zutaten:
700 g Dinkel-Mehl
250 g Nüsse (Haselnüsse oder Mandeln)
175 g Zucker
1 Prise Salz
500 g Butter
5 Eigelb

Zubereitung:
Alle Zutaten zu einem Mürbeteig verarbeiten, 2 h kühl rasten lassen. Anschließend die Kipferl formen, bei 180 Grad Umluft ca. 8-10 Minuten backen. Bei der Backzeit ist es wirklich von Ofen zu Ofen verschieden - einfach mal ne Testrunde mit nur wenigen Kipferl am Blech drehen. Anschließend in Staub- Vanillezucker-Gemisch wälzen oder damit dick bestreuen. 

Baby's Beikost | Die Tipps einer Expertin

14.12.2017


Augenringe verbinden. Klingt lustig - trifft unter uns Mamas doch trotzdem irgendwie zu. Zwischen mir und der Diätologin Susanne Dirisamer war das definitiv so: kennen gelernt hab ich sie über meinen Mann, kurzerhand beschloss ich, mich von ihr Ernährungs-technisch etwas beraten zu lassen und da saßen wir dann schließlich bei Kaffee, blickten uns in unsere Schatten-untermalten Augen und klagten uns unser Leid über lange Nächte und andere Wehwehchen. Ganz nebenbei erklärte mir Susanne - schnunkelnd mit ihrem Sohnemann im Arm - alles über eine ausgewogene Ernährung als Mama und wie ich das im Alltag hinbekommen würde. Dazu aber ein andermal mehr. 

Denn heute ist Susanne bei uns, um uns fünf Do's und Dont's zum Thema Beikost zu erklären. Mir hat sie das bereits vor ein paar Wochen. Da kam sie bepackt mit jede Menge Gemüse und ihrem kleinen, gut aussehenden Assistenten und mischte unsere Küche ordentlich auf. Herrlich war das! Und das tollste: wir machten uns aus, dass sie zukünftig viel öfter für euch interessante Beiträge zum Thema Ernährung schreibt. Solltet ihr also spezielle Wünsche haben, hinterlasst eure Anregungen einfach in einem Kommentar. Und nun: Herzlich Willkommen liebe Susanne, schön, dass du hier bist!


Wie Anna ja schon erwähnte, verbinden uns neben unserer Liebe zum Kochen und unserer Vorliebe für hochwertige Lebensmittel vor allem unsere fast gleichaltrigen Söhne. Genauso wie die Höhen und Tiefen des Mutter-Seins. Da tut es gut, sich mit jemandem auszutauschen, den Themen wie Schlafen (oder Nicht-Schlafen), Stillen und Zeit für einen selber zu finden ebenso beschäftigen wie mich. So auch das Thema Beikost. Als Diätologin befasse ich mich von Berufswegen mit Ernährung. Spätestens seit mein kleiner Sohnemann ins Beikost-Alter gekommen ist, beschäftigt mich seine Ernährung ganz besonders. Und es gibt viel zu diesem Thema zu sagen! Ich fasse für euch an dieser Stelle mal die wichtigsten Do’s und Don’ts zusammen.


Was bedeutet Beikost überhaupt? 
Zur Beikost zählen prinzipiell alle Lebensmittel und Flüssigkeiten außer Muttermilch und Flaschennahrung, die das Baby während des ersten Lebensjahres bekommt. Also Löffelkost, Fingerfood und Getränke. Empfehlenswert ist es, nach dem 4. Lebensmonat mit dem Essen zu beginnen. Aber kein Stress, wenn eure Zwerge nicht gleich hellauf begeistert sind. Beikost essen will gelernt sein. Immerhin soll die Zunge plötzlich alles nach hinten schieben und nicht nach vorne Drücken (ja, ein völlig neuer Mechanismus). Und dann schmeckt das Zeug auch noch völlig ungewohnt!

Aus eigener Erfahrung weiß ich: Manche Kids brauchen eben länger! Als Ernährungsexpertin wollte ich bei meinem Wonneproppen natürlich alles richtigmachen und habe mir selber mächtig Druck gemacht. Nur mein Kleiner spielte bei meinem Vorzeigeprojekt so gar nicht mit. Er war mit 5 Monaten einfach noch nicht so weit. Ich ließ mich nicht entmutigen und versuchte es weiter. Jetzt, mit 11 Monaten, zeigt er schon mehr Begeisterung, aber so richtig ist der Funke noch nicht übergesprungen. Aber das kommt noch, bestimmt.

Die schlechte Nachricht: Es gibt kein Patentrezept dafür, wie die Beikost am besten beim Nachwuchs ankommt. Die gute: Ein paar Do’s and Dont’s, die den Kleinen den Start erleichtern, gibt es aber doch. Und die gehen so:


Do‘s

1. Viele Babys haben eine prinzipielle Abneigung gegen neues und unbekanntes Essen. Deshalb müssen neue Lebensmittel im Durchschnitt 10 bis 16 Mal angeboten werden, bevor die Kleinen auf den Geschmack kommen.

2. Ab dem 6. Lebensmonat brauchen die Kids Eisen- und Zinkquellen. Zu empfehlen sind Rind-, Kalb- und Schweinefleisch, Getreide, Hülsenfrüchte und Hühnereier.

3. Ab dem 10. Lebensmonat sollte der Nachwuchs regelmäßig trinken. Wasser ist ideal, auch Früchtetees eigenen sich. Kräutertees sollten jedoch gemieden werden, da viele Kräuter wie Medikamente wirken können.

4. Über den Tag verteilt sind 3 Haupt- und 2 Zwischenmahlzeiten empfehlenswert. Damit das Baby genug Energie bekommt, sollten bei den 3 Haupt(brei)mahlzeiten immer 1-2 TL hochwertiges Öl dabei sein. Dafür eignen sich Oliven-, Raps-, Lein-, Walnuss- oder Weizenkeimöl.

5. Kuhmilch kann 1x/Tag in kleinen Mengen für die Zubereitung eines Milch-Getreide-Breis verwendet werden. Sie sollte aber im 1. Lebensjahr auf keinen Fall als Trinkmilch gegeben werden! Statt Kuhmilch bieten sich auch Joghurt oder Buttermilch an.


Don‘ts

1. Baby’s Geschmackssinn unterscheidet sich von dem eines Erwachsenen. Beikost darf daher nicht nach eigenen Vorstellungen abgeschmeckt werden. Das könnte einen negativen Einfluss auf die Geschmacksentwicklung haben!

2. Nicht entmutigen lassen, wenn der Brei nicht gegessen wird. Einfach immer wieder anbieten und die Sorten variieren. Es schmeckt ja auch plötzlich alles anders.

3. Fleisch ist nicht gleich Fleisch. Empfohlen werden weniger Pute oder Huhn, dafür mehr Kalb-, Rind-, Schwein- und Lammfleisch. Da steckt einfach mehr Eisen drin.

4. Finger weg von Honig, Salz, Zucker, verarbeitete Fleischwaren (z.B. Schinken, Speck), scharfen Gewürzen und rohen Speisen – vor allem bei Ei, Fisch und Fleisch. Auch ganze und grob gehackte Nüsse und Erdnüsse sollte man meiden – es besteht Erstickungsgefahr!

5. Nicht täglich Fleisch servieren. Ideal sind 2-3x/Woche (frisches) Fleisch, 1x/Woche heimischen Fisch und Hülsenfrüchte! Achtung: Die Fleischmenge in den Gläschen ist meist sehr gering, daher sollte man bis zu 5 fleischhaltige (Menü-)Gläschen pro Woche geben. Dann müsst ihr euch keine Sorgen machen, dass euer Schatz zu wenig Eisen mit der Nahrung aufnimmt.


Zu guter Letzt noch das 1x1 der B(r)eiküche:

Pikanter Brei:

100 g Gemüse

+ 50 g Kartoffel/ Süßkartoffel oder 20 g Flocken/Grieß/Nudeln

(+ 30 g Fleisch/Fisch oder 1 Ei oder 85 g Hülsenfrüchte)

+ 10 g Öl

Milch-Getreide-Brei:

100 – 200 ml Kuhmilch

+10-20 g Flocken/Grieß

(+ 50 – 100 g Obst)

Noch Fragen? Bitte nur her damit. Ich wünsche euch viel Spaß und Freude in der Breizeit.

Alles Liebe,
Susi

Editors Letter | Von Höhen und Tiefen 2017 und meinem Vorhaben 2018

11.12.2017


Gefühlt standen hier so etwa 100 Satzanfänge. Immer wieder fing ich von vorne an. Denn welche großen Worte beschreiben das, was ich in den vergangenen Monate fühlte? Glück und Verzweiflung. Energie und völlige Leere. Motivation und dann am Ende doch wieder keine Lust. 

Eine Achterbahn der Gefühle trifft es wohl am besten, wie ich 2017 für mich beschreiben würde: Da war die Freude über eine Schwangerschaft, die Sorge um das gebrochene Bein, der Start ins Jahr mit Bauchgrippe und Stirnhöhlenentzündung gleichzeitig. Und das gerade in dem Urlaub, der mir neue Kraft hätte geben sollen. Es kam die Geburt, die absolut nicht so verlief wie ich es mir gewünscht hätte, aber am Ende mit einem weiteren Kaiserschnitt doch bewirkte, dass ich mit meinem 1. Kaiserschnitt Frieden schließen konnte. Unser kleines Baby, der finale Schokopunkt auf unserer Familien-Torte. Er machte uns von einem Tag auf den anderen so unendlich glücklich und dankbar. Brachte uns aber gleichzeitig an unsere Grenzen. An die Grenzen unser Müdigkeit, unserer Nerven. Ließ mich mein Leben als Mama in Frage stellen. Brachte alle meine Bahnen völlig aus dem Gleichgewicht. Ich fühlte das erste Mal, wie ich mich verlor. War überfordert. Der Sommer war heiß, der Sommer war anstrengend. Mit drei Kindern. Drei Kinder zwischen mir und meinem Mann, was es manchmal schwer machte, seine Hand fassen zu können. Der Herbst, so schön. Endlich wieder frische Luft, wärmende Sonnenstrahlen. Wenig Schlaf. Der Winter. Viele Erinnerungen an den letzten Advent. Und an den vorletzten. Dankbar darüber, dass alles gut ausging. Dass wir leben, dass wir gesund sind, dass mein Mama lebt, dass ich eine so wunderbare Familie habe. So wunderbare Kinder. Aber auch noch heute: müde. Manchmal maßlos überfordert. Und manchmal, nein - eigentlich ganz oft - muss ich zu mir selbst richtig laut sein, um mich hören zu können.

Im Wissen, dass all dies noch eine Weile so bleibt, bin ich dennoch erfüllt von Dankbarkeit. Und nicht zuletzt auch deshalb, weil ich mir hier - mit euch allen, meine lieben, treuen Leser - eine Plattform schaffen konnte, die es mir erlaubt, kreativ zu sein, mich selbst zu hören, zu inspirieren. Mal andere Themen zu haben, als Wäscheberge, schmutzige Fensterscheiben, Rotznasen und das leidige Schlaf-Thema. Doch dennoch musste ich feststellen, dass ich gereift bin, was all dies hier betrifft. Und dass dies vermutlich daran liegt, dass ich die wenige Zeit die ich für mich besitze, sehr bewusst ausgeben möchte. 

Doch ist man nicht laut auf den Social-Media-Kanälen, verschwindet man schnell von der Bildfläche. Und so sehr ich mich immer wieder bemühe, laut zu sein, eine Regelmäßigkeit kann sich für mich als 3-fach-Mama unmöglich einstellen. So dachte ich nach - wie es denn in meinem Tempo weiter ginge, ohne vom Schirm zu verschwinden. Die Antwort für mich war, einen Fokus zu setzen. Und dieser Fokus, gebührt einzig und alleine A Pinch of Style. Mein Tagebuch, mein Interieur-Buch, mein Kochbuch, mein Inspirations-Buch. Hier gibt es keine Algorithmen, niemanden der bestimmt, was von meinen Lesern gesehen wird, und was nicht. Hier gibt es nur eine Frau, eine leidenschaftliche Heimwerkerin und Fotografin, eine Autorin, eine Mama, eine sehr müde Mama, eine sehr ehrliche Mama. Eine, die gerne kocht und bäckt. Eine, die lieber isst, bevor sie es fotografiert. Und wenn es gut war, für euch nochmal kocht und bäckt. Hier gibt es nur mich und euch. Euch, die auch ohne Instagram, Facebook, Pinterest & Co zu mir finden. Und dafür danke ich euch von ganzem Herzen. Für 2018 ist mein Ziel, hier eine Community zu schaffen, die auch besteht, ohne dass ich täglich hunderte von Herzen auf Instagram verteilen muss. 2018 wird es hier wieder lauter, und das wird heißen, dass es auf meinen Kanälen wohl etwas leiser wird. Nein, eigentlich leiser bleibt. Denn in der Zeit, wo ich dort leise bin, wechsle ich gerade Windeln, koche Spaghetti mit Butter und Salz, streiche Wände, flechte Zöpfe, repariere Matchbox-Autos, halte Hände und versuche neben all dem, mich nicht selbst zu verlieren. 

Ich freue mich auf 2018 mit euch. Und freue mich, wenn ihr hier mit mir auch ein kleines bisschen laut sein könnt. 


Ich danke euch für eure lieben Kommentare, für eure lieben Nachrichten. Und der Nachsicht, dass ich nicht immer antworte. 
Ich danke meinen Mann, der uns hier mit so wunderschönen Bildern versorgt und ständig an meinen fotografischen Fähigkeiten feilt.
Ich danke meiner Mama, die mich auf jeden Tipp- und Rechtschreib-Fehler aufmerksam macht und vermutlich meine wohl treueste Leserin ist. 
Ich danke meinen Kooperations-Partnern, die es möglich machen, meine Leidenschaft meine Arbeit nennen zu dürfen.
Und nicht zuletzt danke ich drei wunderbaren Kindern - die, wenn sie mal (viel, viel) älter sind, und all dies hier lesen können, verstehen werden, dass ein Blog, kein Block ist und warum Mama Plastik-Barbies und bunte Quietsche-Enten verschwinden lässt, wenn sie die Kamera auspackt. 
Zitat meiner Tochter: "Mama darf ich das essen oder brauchst du das für deinen Block?"

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