Outfit | Raus mit den Sommerkleidern

24.04.2018

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Na das ging ja schnell. Schwups, und da war er schon - der Frühsommer. Mir soll's recht sein. Denn plötzlich können wieder die Fußknöchel hervor blitzen (mehr Bein aber bitte noch nicht, das könnte blenden haha), die Jacke darf am Garderobenhacken einstauben und all die hübschen Sommerkleider bekommen endlich wieder die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Ganz klar, dass die Ehre des ersten Ausgangs meinem absoluten Liebling gebührt: das Kleid von Numero74*. Dazu trage ich flache Schuhe von Nike (ähnliche hier*) und ein darunter ein weißes Top (ähnliches hier). Sieht natürlich auch ohne Shirt ziemlich gut aus - doch zu dem Mattrosa ist ne gebräunte Haut eindeutig hübscher. 

Passend gut aussehend ist auch unser neues Gefährt, das uns netterweise von Cybex zu Verfügung gestellt wurde: der Cybex Priam. Seit Jänner testen wir nun schon den Lux Seat auf dem schwarzen Rahmen mit dem All Terrain Radset. Was ich besonders an ihm mag? Dass er schön klein faltbar ist und das auch noch ziemlich unkompliziert. Das war mir sehr wichtig, da ich ihn jeden Tag mindestens zweimal in und aus dem Auto stemmen muss, wenn ich die Kinder in den Kindergarten bringe und hole. Richtig toll finde ich außerdem, dass Joel sein Schläfchen auf einer völlig geraden Fläche machen kann. Der Sitz ist also nicht vorgeformt, wie bei vielen anderen Marken. Wenn man will, ist er so flach wie sein Bett zuhause. Und der dritte Punkt, den ich sehr an unserem Priam schätze: die All Terrain Räder heißen nicht nur so, sie werden ihrem Namen auch gerecht. Wir wohnen in einem sehr ländlich gelegenen Vorort. Unsere Ausflüge gehen also über Steine, Wiesen, Kies und andere unebene Untergründe. Das packt er alles. Mindestens einmal in der Woche sind wir dann aber auch in der Stadt. Und während Olivia in ihrer Ballett-Schule das Tutu schwingt, ziehen die Jungs und ich durch die Menschenmassen und über diverse Randsteine. Ja und auch das macht er ausgesprochen gut, unser wendiges Gefährt. Vielleicht hab ich die Tage mal Zeit und zeig euch in den Instagram-Stories, wie locker ich den Priam in meinen Kofferraum katapultiere. Würde euch das interessieren? Und wollt ihr vielleicht noch irgendetwas anderes von ihm sehen? Wenn ich schon mal dabei bin. 

Also dann, rein ins Dienstag-Gefecht. Habt einen tollen Tag ihr Lieben!  


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Wohnen | Eine Bilderwand mit Geheimnis, mein Lieblings-Grau plus: altes Sofa, neuer Look

06.04.2018

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Vier Dinge werde ich stets gefragt, wenn Besuch unser Wohnzimmer betritt: 

1. Habt ihr ein neues Sofa?
2. Wow, was für ein schönes Bild. Wo gibt es den Rahmen?
3. Gibt es ne Farbnummer zu dem Grau?
und 4. Musst du nicht ständig putzen bei dem weißen Boden?

Meine Antworten klingen dann immer so: 
1. nein 2. haha, reingefallen 3. Mole's Breath 4. für meinen Traumboden nehm ich's in Kauf
Für euch aber nun schön der Reihe nach und natürlich viel genauer.

Das Sofa.
Ist natürlich nicht neu. Es ist unser altes Söderhamn-Sofa - hier könnt ihr es im ursprünglichen Zustand sehen - das wir mal in einer ganz ungewöhnlichen Konstellation zusammen stellten und mit dem wunderschönen Rosendal Pure Washed Linen Unbleached von Bemz bezogen. 
Ich wählte den Bezug in Loose Fit Urban - das heißt dass der Stoff bis zum Boden hängt -, da ich nicht ständig Bälle, Bücher und sonstiges Spielzeug darunter rausfischen wollte. Außerdem kaschiert er so unheimlich gut die Staubwölkchen unter dem Sofa haha! Bei Bemz gibt es neben den Bezügen für so ziemlich alle gängigen IKEA-Sofas, auch Kissen, Vorhänge und Tagesdecken. Ja, und noch vieles mehr.

Das hübsche "Bild"
Ist eigentlich gar keines. Nein, eigentlich schon. Aber es kann noch etwas: es ist eigentlich ein Fernseher. Liebevoll "The Frame" genannt ist es es die neueste Kreation aus dem Hause Samsung und für unsere Bilderwand einfach perfekt. The Frame ist also ein stinknormales Fernsehgerät, dass richtig cool aussieht und zusätzlich im ausgeschalteten Zustand als Bilderrahmen dient. Das ganze funktioniert ganz einfach über den Art Store von Samsung, in dem man sich herausragende Werke international anerkannter Künstler ins Wohnzimmer holen kann. Wenn man möchte, täglich wechselnd. Ich wählte für unsere Bilderwand ein schönes Foto von Joel - das klappt auch ganz einfach über eine App. Über die kann ich sogar den Fernseher steuern, wenn mal wieder die Fernbedienung verschwunden ist. Das gewählte Bild passt sich durch einen Sensor der Umgebung an.  Das heißt wenn es dunkler wird, wird das Bild etwas heller. Und umgekehrt. Ja und tatsächlich hat noch jeder Besucher gefragt, wo wir unseren Fernseher versteckt haben. 
Ich zeig euch die Handhabung gerne die nächsten Tage mal in einer Instagram-Story. 

Und das Grau.
Ja, das Grau, das wunderschöne Grau - das macht unser neues Wohnzimmer erst zu dem, was es ist. Ohne diesem Grau würde alles gar nicht so wirken, wie es wirkt. Wir wählten Mole's Breath aus der wunderschönen Farbpalette von Farrow & Ball. Da hier auch drei kleine Dreckspatze hausen, wurde uns zu dem Finish Modern Emulsion geraten. Es is abwaschbar und hat ein Glanzniveau von 7%. Und das sieht so hammermäßig aus! Ich würde wirklich nie wieder eine andere Farbe verwenden. Denn Farrow & Ball schafft es irgendwie, dass unsere Wände so ebenmäßig aussehen, obwohl sie das teilweise - dank diverser Ausbesserungsarbeiten durch Umräumaktionen - wirklich nicht mehr sind.

Und wie steht's jetzt mit dem weißen Boden?
Also der weiße Boden - der ist mal einen eigenen Beitrag wert. Gebt mir bitte noch ein wenig Zeit, denn da gibt es dann viel zu erzählen. Und ganz ehrlich gesagt: wir haben hier immer noch zwei Räume, die noch nicht fertig lackiert sind. Aber wenn das dann endlich soweit ist, dann erzähl ich euch hier ausführlich von dem Projekt. 









Samsung, Bemz und Farrow & Ball haben uns netterweise mit den Produkten ausgestattet. Vielen Dank dafür! Meine Meinung über die jeweiligen Produkte ist aber nicht kaufbar und somit voll und ganz ehrlich. 

Das Leben | You are my sunshine

04.04.2018



Da stand ich plötzlich und sah mir selber zu. Sah mich weinen. Sah, welche unglaubliche Angst ich hatte. Ich sah, wie ich mich mit den Schwestern der Intensivstation anlegte. Sah, wie ich vehement den Standpunkt verteidigte, dass ich die Nacht nicht von meinem Baby weiche, auch wenn es auf der Intensivstation nicht erlaubt ist. Ich sah, wie müde ich war. Wie ich am ganzen Körper zitterte. Wie hilflos ich mich fühlte. Ich sang. Unheimlich viel. Immer und immer wieder.

You Are My Sunshine, my only sunshine
You make me happy when skies are gray
You'll never know dear, how much I love you
Please don't take my sunshine away.

Ich sang es laut als Joel umringt war von Schwestern und Ärzten. Dann leise, als ich ihn wieder fassen konnte. Flüsterte es in Joels Ohr, bis die Sedierung wirkte. Streichelte sein Haar. Roch daran. Ich sah Ärzte kommen. Ich sah die besorgten Blicke. Ich sah so viele Dinge, die sie mit meinem Baby machten. Sah Dinge, die ich verhindern wollte. Aber nicht konnte, denn sie sollten ihm das Leben retten. Dann musste ich gehen. Musste mein Baby zurück lassen. In den Händen von fremden Menschen. Hörte ihn weinen. Tat es auch. Ich telefonierte mit meine Mann. Brach zusammen. Und ständig sah ich mir selbst zu. Stand neben mir. Und konnte nicht glauben, was gerade passiert. Ich verbrachte Stunden auf den ungemütlichsten Stuhl, der im Krankenhaus zu finden war. Doch spürte meinen Körper dennoch nicht. Nur mein Herz. Es war so schwer.

Der Moment, in dem man sich übergibt, weil man nicht mehr weinen kann. Der Moment, in dem man noch steht, obwohl man das Gefühl hat, am Boden zu liegen und von Menschenmassen überrannt zu werden. Der Moment, in dem man nicht weiß, ob die Geschichte mit dem Wort ausgeht, das man nicht aussprechen möchte. Das Wort mit den drei Buchstaben. Diese Momente, ich kannte sie aus Filmen. Aus Erzählungen. Von Freunden, die wen kennen, die wiederrum wen kennen. Und nun waren sie plötzlich ein Teil meines Lebens.

Und so vergingen die Tage. Die Momente blieben. Ich versuchte aus den besorgten Gesichtern der Ärzte und Schwestern Hoffnung zu kitzeln. Bekam Abfuhren. Immer und immer wieder. Ich wurde von Ärzten mit Füssen getreten, als ich am Boden lag. Und doch fand sich immer wieder jemand, der mir liebevoll auf half. Auf einen Fortschritt, folgte ein Rückschritt. Ich war müde. Ich betete. Und fühlte mich trotz der unendlichen Erschöpfung getragen. Getragen von der Liebe meiner Familie und meiner engsten Freunde, ich fühlte mich getragen von der Lawine an Energie und guten Gedanken meiner Leser. Der Zuversicht meines Mannes, der mich auffing, obwohl er selbst am Boden lag. Der mir immer wieder unser Mantra ins Ohr flüsterte: alles wird gut, alles wird gut, alles wird gut.

Es entstand eine Menschenkette, die sich für Joel an die Hände nahm und für ihn betete. Und so sah ich nach einer durchweinten Nacht plötzlich Leben in den verschwollenen Augen meines Kindes. Ja, und da war es: ein kleines Lächeln unter dem von Kortison aufgedunsenem Gesicht. Die Liebe kam an. Da wo sie ankommen sollte.

Wir kämpften weiter, zeigten all den Nebenwirkungen, dass sie nicht willkommen sind. Dass wir stärker sind. Auch wenn ich mich nicht so fühlte. Joels Sonnenschein überstrahlte all meine Sorgen. Er musste noch so vieles über sich ergehen lassen. Sein kleiner Körper. So vieles floss in ihn hinein. Und doch schenkte er mir jeden Tag Kraft mit seinem Strahlen. Ich funktionierte für ihn weiter. Und wäre bis ans Ende der Welt gelaufen, um ihn zu heilen. Ja, und so fühlte ich mich auch nach den Wochen im Krankenhaus. Vertraute nicht mehr auf mich als Mutter. War gebrochen. Zerrüttelt. Meine Prioritäten, völlig durcheinander. Was führte ich nur für ein Leben „davor“. Welch getriebener Mensch ich war. Welchen Stress machte ich mir, um schneller zu sein. Und während ich die Scherben meiner Listen, Prioritäten, Pläne und sonstigen Vorhaben aufsammelte stand ich wieder neben mir, sah mir zu, nahm mich selbst an die Hand, streichelte mir sanft über die vielen, vielen Sorgenfalten in meinem Gesicht, atmete tief ein und aus, lächelte mich an und wusste: alles ist gut, alles ist gut.



In Gedanken bei all den Müttern und Vätern von Meningitis-Kindern. 
Lasst uns den Himmel mit Gebeten stürmen!

Essen | Meine liebsten Nussschnecken:

12.03.2018


Warme Schnecken gehen immer, finde ich. Und darum kommen diese eigentlich fast wöchentlich auf unseren Tisch. Denn irgendwie vermitteln sie - zusammen mit einer heißen Tasse Kakao, Tee oder Kaffee - so ein Gefühl von Heimeligkeit und hauchen jedem noch so tristen Tag ein bisschen Gemütlichkeit ein. Die besten Zimtschnecken, die ich euch hier ja schon mal aus dem Buch Törtchenzeit vorgestellt habe, sind für mich das beste Grundrezept aller Schnecken. Und da sich meine Familie in letzter Zeit immer öfter die Nuss-Variante wünscht, habe ich das Rezept einfach etwas abgewandelt. Und hier ist es für euch:



Nussschnecken-Auflauf 
Zutaten500 g + 2 EL Mehl
1 Päckchen Trockenhefe
50 g + 85 g Zucker
1 Prise Salz
200 ml + 1 EL Milch
1 Ei + 1 Eigelb
5 EL Pflanzenöl
geriebene Haselnüsse oder Mandeln
120 g sehr weiche Butter
fein passierte Marillenmarmelade
Für den Zuckerguss:
4 EL Milch
6 EL Puderzucker
Zubereitung1. Zunächst den Hefeteig vorbereiten. Dafür das Mehl, Hefe, 50 g Zucker und das Salz in einer großen, fettfreien Schüssel mit dem Löffel vermischen.
2. Die Milch in einem Topf auf mittlerer Stufe erwärmen, bis sie lauwarm geworden ist, dann langsam zu der Mehlmischung hinzugeben.
3. Ei und Öl zufügen und mit dem Rühret so lange auf mittlerer Stufe vermischen, bis ein glatter Teig entstanden ist. Das Küchentuch mit warmem Wasser tränken und komplett auswringen, über die Schüssel mit dem Teig legen und ca. 1 Stunde gehen lassen, bis sich der Teig verdoppelt hat.
4. In der Zwischenzeit den Boden der Form mit Backpapier auskleiden und den Rand der Backform leicht fetten.
5. Für die Füllung 85 g Zucker und etwa 50 g geriebene Nüsse mischen, beiseitestellen.
6. Den Ofen nun auf 160 Grad Umluft vorheizen.
7. Nach einer Stunde den Teig erneut mit leicht bemehlten Händen gut durchkneten. Mit einer Teigrolle den Teig quadratisch auf eine Fläche von ca. 40 x 40 cm ausrollen. Der Teig sollte nicht dicker als 1 cm sein. Das Teigquadrat gleichmäßig mit der Butter bis in die Ecken bestreichen, Zucker mit Nüssen mischen und deckend über die Butter streuen.
8. Das Teigquadrat nun fest von unten nach oben aufrollen, dann der Länge nach in gleichmäßige, ca. 4 cm dicke Scheiben schneiden und diese nebeneinander von außen nach innen in die Form legen.
9. Ca. 20-25 Minuten auf dem mittleren Rost backen, bis die Schnecken goldbraun geworden sind.
10. Schnecken noch warm mit Marillenmarmelade bestreichen. Etwas auskühlen lassen, gesiebten Puderzucker mit Milch verrühren und anschließend über die Schnecken träufeln.

Mädchenzimmer | Stoffe in zarten Farben:

21.02.2018


Eigentlich braucht es nicht viel, um ein Kinderzimmer einzurichten: einen Tisch, einen Stuhl, einen Schrank und ein Bett. Ja, das war's eigentlich. Und wisst ihr was? Eigentlich braucht es nicht mal viel, um ein Kinderzimmer so richtig gemütlich zu gestalten: Es braucht zum einen Farben. Zurückhaltend, aber doch lebendig. Und zum anderen braucht es verschiedene Strukturen. Mit schönen Stoffen kann man beides in den Raum einziehen lassen. Und weil ich finde, dass Olivias Zimmer der perfekte Beweis ist, dass Textilien einen Raum unheimlich gemütlich, lebendig und zugleich ruhig wirken lassen können, hab ich euch hier mal schnell unsere Lieblings-Stoffe fürs Mädchenzimmer zusammen gefasst:

Die Bettwäsche aus Leinen ist von H&M Home und es gibt sie tatsächlich in jedem Schlafraum in unserem Zuhause. Ja, selbst in unserem Wohnmobil ist sie vertreten, so sehr mag ich sie. Die Farbe verblasst zwar mit mehrmaligen Waschen ein klein wenig - aber ich finde, das tut dem schönen Leinen keinen Abbruch. Die Tagesdecke von Numero74 wählten wir für Olivia in einem zarten Puder-Ton. Ich schmeiß die übrigens sogar in den Trockner, obwohl anders empfohlen. Das Kissen von LAB ist zwar nicht so zurückhaltend, ist aber einfach der Blickfang am Bett. Leider gibt es das Design so wie wir es haben nicht mehr - aber dieses hier aus der neuen Kollektion ist ja auch ein Traum. Olivias Engel, der ist ihr heilig. Seitdem ihn das Christkind unter den Weihnachtsbaum gelegt hat, wird nicht mehr ohne ihm eingeschlafen. Und wehe wir sind mal außer Haus und denken nicht dran. Das passiert uns nie wieder! Auch sehr hübsch: der Sack von Tellkiddo - das Zuhause aller Kuscheltiere. Sowie die Girlande von Numero74.

Mama-Diary | Hätte mir jemand erzählt...

07.02.2018

Kennt ihr diesen Satzanfang der heutigen Headline? Seitdem ich Mama bin, verwende ich ihn oft. Sehr oft. Er endet meist mit "...ich hätte es nicht geglaubt" und einem Schmunzeln. Manchmal auch anstatt des Schmunzelns, mit einer Sorgenfalte mehr. Wie jetzt. Denn hätte meinem kinderlosen Ich vor etwa sieben Jahren mal jemand gesagt, dass ich irgendwann froh sein werde, einfach mal nur schnell aufs Klo gehen zu können, ich hatte es nicht geglaubt. Ich hätte es nicht geglaubt, hätte man mir erzählt, welch Luxus es ist, das Badezimmer stresslos zu betreten. Vor allem wenn Kinder krank sind. Hätte man mir erzählt, wie schnell meine Reaktion mal sein wird, wenn ich ein sich gleich übergebendes Kind erkenne. Wie ich sofort weiß, wo das nächste Gefäß steht, um die Sauerei aufzufangen. Wie ich während dessen sogar nachdenke, ob ich einen Haargummi bei der Hand habe, um die Haare meiner Tochter schnell zusammen zu knoten. Hätte man mir das erzählt, ich hätte es nie geglaubt. Ich hätte gelacht und wäre mir sicher gewesen: niemals!

Mein Magen sei doch so empfindlich, hätte ich geantwortet. Doch stattdessen habe ich gelernt, aus einem Mulltuch blitzschnell einen Geruchsdämpfer für mich zu machen. Sehe quasi immer wie ein Bankräuber aus, wenn sich meine Kinder neben mir übergeben. Ja, manchmal singe ich sogar dabei. Irgendwie ist singend nämlich alles halb so schlimm. Ich handle ganz intuitiv. Immer zum Wohl meiner Kinder. Reihe mich nicht in die 2. Reihe. Nein, auch nicht in die 3. oder 4. Ich reihe mich ganz hinten ein, um meine Familie zu pflegen, zu schützen.

Um für sie gegen Bakterien und Viren zu kämpfen, egal wie schwarz die Ringe unter meinen Augen sind. 

Ich freue mich über kleine Momente. Ein tiefes Ein- und wieder Ausatmen auf der Terrasse. Dabei die Augen schließen und wissen: alles geht vorbei. Ein Frühstück - wenn auch ziemlich verspätet - bei dem ich den Kaffee doch tatsächlich warm trinken kann, weil mal alle gleichzeitig eingeschlafen sind. Dabei esse ich ein Marmeladebrot. Lausche dem schnellen Fieber-Atem meiner Kinder. Streiche immer wieder sanft über ihre Wangen. Brauche kein Thermometer, um zu wissen wie hoch das Fieber ist. Das hab ich meinen Lippen. Ich küsse meine Kinder. Weiß genau was sie brauchen. Auch wenn es nur der nächstgelegene Eimer ist. Hätte mir das jemand mal gesagt. Hätte mir jemand so von meinem Leben als Mama erzählt - ich hätte es nicht geglaubt.

Kinder | Unsere mobile Wickelstation plus: die neuen LILLYDOO-Produkte

30.01.2018


Von dem Tag an, als unser Jüngster anfing, sich überall hochzuziehen, beschloss ich, nicht mehr weiter am Wickeltisch zu wickeln. Denn es war zuvor schon dezent anstrengend, ein rollendes Baby ruhig zu halten. Aber eines, dass ständig davon krabbeln und stehen möchte - keine Chance. Seither wickeln wir am Bett, am Sofa, am Boden und ja - wenn's absolut nicht geht - auch mal im Stehen. Ich bin da recht flexibel. Natürlich hat der Ort des Wickelns nichts dazu beigetragen, dass der kleine Mann ruhiger hält. Aber zumindest muss ich hier nicht ständig Angst haben, dass er vom Wickeltisch runter purzelt, wenn ich mal nicht schnell genug reagiere. Wie unsere mobile Wickelstation so aussieht, seht ihr ja schon etwas oben im Bild - hier aber noch kurz im Detail: ich hab den kleinsten Korb aus diesem Set in Verwendung. Ich liebe diese Körbe - ich finde ja sogar, es sind die schönsten Körbe, die ich bisher entdeckt habe. Als Unterlage verwende ich die Mulltücher von Kongos Slojd. Zur Grundausstattung gehört ausserdem jede Ablenkung die ich so finden kann. Denn ist die Windel mal so richtig voll, wird die Geduld des kleinen Manns ziemlich auf die Probe gestellt. Damit es nicht langweilig wird, ändert sich die  Ablenkungs-Ausstattung natürlich ständig. Sehr beliebt ist diese Rassel sowie das Plastik-Telefon der großen Schwester (ja - auch so etwas gibt es bei uns). 


Ach ja - und singen! Ich singe ja bei Gott nicht gerade toll, aber Joel ist fröhlich, wenn ich's tu. Zahnungs-Kügelchen, Po-Cremen und anderes "Baby-Zubehör" ist in einer kleinen Toiletttasche verstaut und liegt ebenfalls im Wickelkorb parat. So, noch was vergessen? Natürlich! Das Wichtigste:

Schon seit Tim wickeln wir ausschließlich mit den Produkten von LILLYDOO. Hier habe ich euch ja schon ausführlich berichtet warum wir das tun. Und Lillydoo wäre nicht Lillydoo, wenn sie sich nicht wieder etwas richtig Tolles einfallen lassen würden. Zum einen sind das natürlich drei hübsche Windel-Designs von denen ganz klar "Ahoy" unser Favorit ist. Und zum anderen sind das die neuen Feuchttücher die zu 99% aus Wasser bestehen. Somit sind sie explizit auch für die empfindliche, dünne Haut von Neugeborenen geeignet. Neben Wasser enthalten die neuen Feuchttücher weniger als 1% mild pflegende sowie konservierende Inhaltsstoffe. Einer davon ist Mandelöl, das die Haut von Babys besonders schonend pflegt. Top! 


(Werbung: Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit LILLYDOO)




Editors Picks | Meine Geburtstags-Wunschliste

29.01.2018


Hallo du Jährchen, du warst aber auch wieder schnell vorbei. Und schwups, wirst du schon vom nächsten abgelöst. Also bald. Ziemlich bald. Und weil es schon fast Tradition hat, meinem Mann mit meiner Wunschliste hier am Blog ein bisschen auf die Sprünge zu helfen, tu ich das auch in diesem Jahr vor meinem Dreißigsten-und-ein-paar-Zerquetsche-Geburtstag.

Also, los geht's:
Zum einen hab ich da mal fest gestellt, nur noch Rucksäcke zu besitzen. Und weil man ab einem gewissen Alter eine Tasche besitzen sollte, die zur Reife und Weisheit einer Frau passen sollte, hätte ich gerne diese Schönheit. Ich sehe sie ja quasi schon auf dem hübschen Spiegel in unserem Schlafzimmer hängen - und ja, das wäre dann bitte auch schon mein zweiter Wunsch. Wunsch Nummer Drei: Diese Schuhe! Unbedingt! Die Winterversion davon wollte ich mir ja im Dezember schon selber schenken. Nachdem sie aber ausverkauft waren, wünsche ich mir nun die ungefütterte Version für den Frühling, um in gutem Schuhwerk mit den Kids durch die Wälder ziehen zu können. Und wenn ich dazwischen Zeit habe, würde ich mich gerne mit Tee - serviert in der Teekanne von Broste Copenhagen - durch dieses Buch schmökern. Dabei duftet es in unserem Haus nach Rosenöl - denn nur Neugeborene riechen besser. Und weil mein Diffuser hinüber ist, hätte ich gerne diesen hier aus Bambus. Und eine kuschelige Decke darf in diesem Moment auch nicht fehlen - am liebsten eine von Numero74 in Senfgelb. Die ist so hübsch! Und nun noch zu guter letzt, mein siebter, bescheidener Wunsch: das MacBook Pro mit stolzen 15 Zoll. Denn mein süßes, kleines 11-Zoll-MacBook hat es längst verdient, in die Pension geschickt zu werden. Und meine Augen, die dringend ne Brille brauchen, sollten auch ein bisschen mehr sehen dürfen.

Oh Boy | Das Zimmer meiner Jungs plus: ein Video mit viel Leben, statt gestylten Bildern

25.01.2018


Da is er - der weiße Boden! So wässrig hab ich euch den Mund bereits auf Instagram geredet. Und nun endlich hab ich es geschafft und belohne eure Geduld mit einer kleinen Bilderflut aus dem Reich der Jungs. Und erzähle euch hier auch gleich mal, was sich sonst so im Jungs-Zimmer getan hat. Und das war so einiges. Denn mit dem Vorhaben, in unserem Haus Raum für Raum den Boden weiß zu lackieren, beschlossen wir auch, die Räume zu optimieren. Und das fängt bei der fehlenden Bodenleiste an und hört beim alten Nagelloch in der Wand auf. Und so spachtelten, hämmerten und strichen wir uns fleißig durch das erste Zimmer und beschlossen kurzerhand auch gleich, etwas in punkto Schlaf zu ändern. Denn unser kleiner, großer Mann wandert gerne nachts zu uns in Bett um sich dort an Papas Bart zu kuscheln. Nur weckte er damit auch oft seinen jüngeren Bruder. Der dachte wiederum, dass er nun Party machen könne. Und sein großer Bruder war da natürlich gleich voll dabei. Nur die erwachsenen Anwesenden waren weniger begeistert. Was die Folge hatte, dass mein Mann sich oft in ein Bett mit achtzig Zentimeter Breite quetschte, um eine neue Party zu vermeiden. 


Somit war schnell klar: das neue Bett muss groß sein. 1,40 Meter bitteschön. Dann is jetzt genug Platz für Kind und Erwachsenen und später mal für beide Jungs. 
"Ich will so ein Hipster-Hausbett von Pinterest!", war für mich klar. "Bitte was?" Und schwups, zückte ich mein Pinterest-Board, zeigte ihm was ich meinte. Und wieder schwups: stand es da. In unbehandeltem Fichten-Holz. Ziemlich simpel gebaut. Kann ich zumindest vom Zusehen behaupten, haha! Die hübschen Textilien am Bett wurden mir von Kleines Karussell zur Verfügung gestellt: wir kuscheln in dieser Bettwäsche, auf diesem lustigen Noppenkissen (is viel gemütlicher als es aussieht) und diesem hübschen Regenbogen. Für all diese Schönheiten und alles Weitere aus dem Shop von Kleines Karussell bekommt ihr übrigens bis zum 27. Jänner 15% Rabatt. Das Codewort ist: apos. 


Die Vorhänge aus Leinen sind von H&M Home und kann ich nur empfehlen. Der Teppich ist von Ikea und schluckt brav Sand aus den Hosentaschen, sowie alle weiteren Krümel die meine Kinder so im Haus verteilen. Tisch und Stühle sind von dem Label Nofred und gibt es übrigens auch bei Kleines Karussell. 


Die Werkbank kennen die meisten vermutlich schon von Instagram - auch das ist ein Werk meines Mannes und hier vermutlich das meist bespielte Spielzeug. Ach ja, was dieses Thema betrifft und um auch gleich mal die Frage zu beantworten, wo wir die ganzen Sachen der Jungs denn so aufbewahren: wir haben einen Schrank mit Kleidung, Büchern und Spiele wie Puzzles. Und wir haben eine Menge an Körbe, die diverse Bausteine und Fahrzeuge beherbergen. Auf dem Regal über der Werkbank gibt es noch jene Dinge, die besonders oft benützt werden. Da stehen auch zwei Säcke von Tellkiddo, die viele kleine  Autos und anderen Kleinkram zusammen halten. Ja, und das war's dann auch schon. Einfach aus dem Grund, dass zu viel Spielzeug keinen Sinn macht, nur überfordert und letztendlich völlig überflüssig ist. Wir wählen Spielzeug sehr bedacht aus. Es soll langlebig sein - daher vorwiegend aus Holz. Und es soll tatsächlich gebraucht werden. Unsere Top-Five im Jungs-Zimmer:
Oh und natürlich Bücher - davon kann man auch nie genug haben, finde ich. 


Das Poster über der Werkbank ist von Gretas Schwester - der Rahmen dazu ist aus vier Holzleisten, einem Lederband und Holzleim selbst gebaut. Ach ja und der Vorhang, der am Hausbett hängt ist dieser hier von Numero74. So, das war's von mir. Hab ich noch was vergessen? Immer nur her mit euren Fragen - aber bitte hier unter diesem Post, damit alle anderen Interessierten ebenfalls meine Antworten lesen können. Und nun noch ein Video für euch, quasi ein Live-Mitschnitt aus dem Jungs-Zimmer. Statt gestylten Bildern, viel Leben.

Wohnen | Unsere Kellerstufen in neuer Farbe

07.01.2018


Ich mag unser Haus, sogar sehr. Doch es gibt so ein paar Ecken, wo ich mich ernsthaft frage, was uns bei der Gestaltung vor ein paar Jahren wohl geritten hat. So beispielsweise bei unseren Kellerstufen. Ich meine, wieso plant man denn dunkelgraue Stufen, die in den Keller führen, der ohnehin schon dunkel ist? Um zu wissen, dass Dunkelgrau das gering vorhandene Licht eher schluckt, als etwas abzugeben, muss man das Thema nicht studiert haben sondern einfach mal logisch denken. Taten wir, aber anscheinend waren wir von all den Entscheidungen wohl manchmal etwas benebelt. Nun, man könnte jetzt lächelnd zurück denken und sich mit einer "wieder etwas dazu gelernt"-Floskel zufrieden geben. Oder man tut es wie wir: den Fehler beheben. Denn die alte Perfektionistin in mir - eigentlich begraben unter einem großen Dreifach-Mama-Chaos - würde ohnehin immer wieder mal laut aufschreien, wenn sie die Stufen im Blick hat. Also lies ich die Gute eines Tages mal so richtig auf den Putz hauen und lackierte unsere Stufen in einem Licht-freundlicheren Ton. Dazu verwendete ich das Finish Modern Eggshell, da es perfekt für viel benutzte Flächen wie Böden, Treppen oder Sockelleisten ist.  Die Farbe war auch schnell klar: ein freundliches Blue Gray*. 


Perfekte Ausgangsbasis für Modern Eggshell wäre natürlich ein gänzlich unbehandelter Untergrund. Da unsere Beton-Stufen aber zuvor mit einem Kunstharz-Produkt versiegelt waren, musste erstmal geschliffen werden. Eine staubige Angelegenheit, die man sich natürlich spart, wenn man zum Beispiel gerade neu baut und die Beton-Stufen noch völlig unbehandelt sind. Hierbei könnte man zusätzlich den Masonry and Plaster Stabilising Primer verwenden. Dann hält die Farbe bombenfest. Das gilt meines Wissens ebenso für Holz und Metall. Nun, ich musste schleifen, sah ein paar Tage ziemlich dunkelgrau aus der staubigen Wäsche, freue mich aber nun jeden Tag über das Ergebnis. Und ihr müsstet mal die Perfektionistin in mir hören, wenn ich in den Keller runter hüpfe. Die jodelt zufrieden vor sich hin. Noch Fragen zu meiner Streichaktion? Dann bitte immer nur her damit. 

Schönen Wochenstart euch allen!


(*die Farbe wurde mir kostenlos von Farrow & Ball zur Verfügung gestellt.)

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