Outfit | Raus mit den Sommerkleidern

24.04.2018

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Na das ging ja schnell. Schwups, und da war er schon - der Frühsommer. Mir soll's recht sein. Denn plötzlich können wieder die Fußknöchel hervor blitzen (mehr Bein aber bitte noch nicht, das könnte blenden haha), die Jacke darf am Garderobenhacken einstauben und all die hübschen Sommerkleider bekommen endlich wieder die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Ganz klar, dass die Ehre des ersten Ausgangs meinem absoluten Liebling gebührt: das Kleid von Numero74*. Dazu trage ich flache Schuhe von Nike (ähnliche hier*) und ein darunter ein weißes Top (ähnliches hier). Sieht natürlich auch ohne Shirt ziemlich gut aus - doch zu dem Mattrosa ist ne gebräunte Haut eindeutig hübscher. 

Passend gut aussehend ist auch unser neues Gefährt, das uns netterweise von Cybex zu Verfügung gestellt wurde: der Cybex Priam. Seit Jänner testen wir nun schon den Lux Seat auf dem schwarzen Rahmen mit dem All Terrain Radset. Was ich besonders an ihm mag? Dass er schön klein faltbar ist und das auch noch ziemlich unkompliziert. Das war mir sehr wichtig, da ich ihn jeden Tag mindestens zweimal in und aus dem Auto stemmen muss, wenn ich die Kinder in den Kindergarten bringe und hole. Richtig toll finde ich außerdem, dass Joel sein Schläfchen auf einer völlig geraden Fläche machen kann. Der Sitz ist also nicht vorgeformt, wie bei vielen anderen Marken. Wenn man will, ist er so flach wie sein Bett zuhause. Und der dritte Punkt, den ich sehr an unserem Priam schätze: die All Terrain Räder heißen nicht nur so, sie werden ihrem Namen auch gerecht. Wir wohnen in einem sehr ländlich gelegenen Vorort. Unsere Ausflüge gehen also über Steine, Wiesen, Kies und andere unebene Untergründe. Das packt er alles. Mindestens einmal in der Woche sind wir dann aber auch in der Stadt. Und während Olivia in ihrer Ballett-Schule das Tutu schwingt, ziehen die Jungs und ich durch die Menschenmassen und über diverse Randsteine. Ja und auch das macht er ausgesprochen gut, unser wendiges Gefährt. Vielleicht hab ich die Tage mal Zeit und zeig euch in den Instagram-Stories, wie locker ich den Priam in meinen Kofferraum katapultiere. Würde euch das interessieren? Und wollt ihr vielleicht noch irgendetwas anderes von ihm sehen? Wenn ich schon mal dabei bin. 

Also dann, rein ins Dienstag-Gefecht. Habt einen tollen Tag ihr Lieben!  


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Wohnen | Eine Bilderwand mit Geheimnis, mein Lieblings-Grau plus: altes Sofa, neuer Look

06.04.2018

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Vier Dinge werde ich stets gefragt, wenn Besuch unser Wohnzimmer betritt: 

1. Habt ihr ein neues Sofa?
2. Wow, was für ein schönes Bild. Wo gibt es den Rahmen?
3. Gibt es ne Farbnummer zu dem Grau?
und 4. Musst du nicht ständig putzen bei dem weißen Boden?

Meine Antworten klingen dann immer so: 
1. nein 2. haha, reingefallen 3. Mole's Breath 4. für meinen Traumboden nehm ich's in Kauf
Für euch aber nun schön der Reihe nach und natürlich viel genauer.

Das Sofa.
Ist natürlich nicht neu. Es ist unser altes Söderhamn-Sofa - hier könnt ihr es im ursprünglichen Zustand sehen - das wir mal in einer ganz ungewöhnlichen Konstellation zusammen stellten und mit dem wunderschönen Rosendal Pure Washed Linen Unbleached von Bemz bezogen. 
Ich wählte den Bezug in Loose Fit Urban - das heißt dass der Stoff bis zum Boden hängt -, da ich nicht ständig Bälle, Bücher und sonstiges Spielzeug darunter rausfischen wollte. Außerdem kaschiert er so unheimlich gut die Staubwölkchen unter dem Sofa haha! Bei Bemz gibt es neben den Bezügen für so ziemlich alle gängigen IKEA-Sofas, auch Kissen, Vorhänge und Tagesdecken. Ja, und noch vieles mehr.

Das hübsche "Bild"
Ist eigentlich gar keines. Nein, eigentlich schon. Aber es kann noch etwas: es ist eigentlich ein Fernseher. Liebevoll "The Frame" genannt ist es es die neueste Kreation aus dem Hause Samsung und für unsere Bilderwand einfach perfekt. The Frame ist also ein stinknormales Fernsehgerät, dass richtig cool aussieht und zusätzlich im ausgeschalteten Zustand als Bilderrahmen dient. Das ganze funktioniert ganz einfach über den Art Store von Samsung, in dem man sich herausragende Werke international anerkannter Künstler ins Wohnzimmer holen kann. Wenn man möchte, täglich wechselnd. Ich wählte für unsere Bilderwand ein schönes Foto von Joel - das klappt auch ganz einfach über eine App. Über die kann ich sogar den Fernseher steuern, wenn mal wieder die Fernbedienung verschwunden ist. Das gewählte Bild passt sich durch einen Sensor der Umgebung an.  Das heißt wenn es dunkler wird, wird das Bild etwas heller. Und umgekehrt. Ja und tatsächlich hat noch jeder Besucher gefragt, wo wir unseren Fernseher versteckt haben. 
Ich zeig euch die Handhabung gerne die nächsten Tage mal in einer Instagram-Story. 

Und das Grau.
Ja, das Grau, das wunderschöne Grau - das macht unser neues Wohnzimmer erst zu dem, was es ist. Ohne diesem Grau würde alles gar nicht so wirken, wie es wirkt. Wir wählten Mole's Breath aus der wunderschönen Farbpalette von Farrow & Ball. Da hier auch drei kleine Dreckspatze hausen, wurde uns zu dem Finish Modern Emulsion geraten. Es is abwaschbar und hat ein Glanzniveau von 7%. Und das sieht so hammermäßig aus! Ich würde wirklich nie wieder eine andere Farbe verwenden. Denn Farrow & Ball schafft es irgendwie, dass unsere Wände so ebenmäßig aussehen, obwohl sie das teilweise - dank diverser Ausbesserungsarbeiten durch Umräumaktionen - wirklich nicht mehr sind.

Und wie steht's jetzt mit dem weißen Boden?
Also der weiße Boden - der ist mal einen eigenen Beitrag wert. Gebt mir bitte noch ein wenig Zeit, denn da gibt es dann viel zu erzählen. Und ganz ehrlich gesagt: wir haben hier immer noch zwei Räume, die noch nicht fertig lackiert sind. Aber wenn das dann endlich soweit ist, dann erzähl ich euch hier ausführlich von dem Projekt. 









Samsung, Bemz und Farrow & Ball haben uns netterweise mit den Produkten ausgestattet. Vielen Dank dafür! Meine Meinung über die jeweiligen Produkte ist aber nicht kaufbar und somit voll und ganz ehrlich. 

Das Leben | You are my sunshine

04.04.2018



Da stand ich plötzlich und sah mir selber zu. Sah mich weinen. Sah, welche unglaubliche Angst ich hatte. Ich sah, wie ich mich mit den Schwestern der Intensivstation anlegte. Sah, wie ich vehement den Standpunkt verteidigte, dass ich die Nacht nicht von meinem Baby weiche, auch wenn es auf der Intensivstation nicht erlaubt ist. Ich sah, wie müde ich war. Wie ich am ganzen Körper zitterte. Wie hilflos ich mich fühlte. Ich sang. Unheimlich viel. Immer und immer wieder.

You Are My Sunshine, my only sunshine
You make me happy when skies are gray
You'll never know dear, how much I love you
Please don't take my sunshine away.

Ich sang es laut als Joel umringt war von Schwestern und Ärzten. Dann leise, als ich ihn wieder fassen konnte. Flüsterte es in Joels Ohr, bis die Sedierung wirkte. Streichelte sein Haar. Roch daran. Ich sah Ärzte kommen. Ich sah die besorgten Blicke. Ich sah so viele Dinge, die sie mit meinem Baby machten. Sah Dinge, die ich verhindern wollte. Aber nicht konnte, denn sie sollten ihm das Leben retten. Dann musste ich gehen. Musste mein Baby zurück lassen. In den Händen von fremden Menschen. Hörte ihn weinen. Tat es auch. Ich telefonierte mit meine Mann. Brach zusammen. Und ständig sah ich mir selbst zu. Stand neben mir. Und konnte nicht glauben, was gerade passiert. Ich verbrachte Stunden auf den ungemütlichsten Stuhl, der im Krankenhaus zu finden war. Doch spürte meinen Körper dennoch nicht. Nur mein Herz. Es war so schwer.

Der Moment, in dem man sich übergibt, weil man nicht mehr weinen kann. Der Moment, in dem man noch steht, obwohl man das Gefühl hat, am Boden zu liegen und von Menschenmassen überrannt zu werden. Der Moment, in dem man nicht weiß, ob die Geschichte mit dem Wort ausgeht, das man nicht aussprechen möchte. Das Wort mit den drei Buchstaben. Diese Momente, ich kannte sie aus Filmen. Aus Erzählungen. Von Freunden, die wen kennen, die wiederrum wen kennen. Und nun waren sie plötzlich ein Teil meines Lebens.

Und so vergingen die Tage. Die Momente blieben. Ich versuchte aus den besorgten Gesichtern der Ärzte und Schwestern Hoffnung zu kitzeln. Bekam Abfuhren. Immer und immer wieder. Ich wurde von Ärzten mit Füssen getreten, als ich am Boden lag. Und doch fand sich immer wieder jemand, der mir liebevoll auf half. Auf einen Fortschritt, folgte ein Rückschritt. Ich war müde. Ich betete. Und fühlte mich trotz der unendlichen Erschöpfung getragen. Getragen von der Liebe meiner Familie und meiner engsten Freunde, ich fühlte mich getragen von der Lawine an Energie und guten Gedanken meiner Leser. Der Zuversicht meines Mannes, der mich auffing, obwohl er selbst am Boden lag. Der mir immer wieder unser Mantra ins Ohr flüsterte: alles wird gut, alles wird gut, alles wird gut.

Es entstand eine Menschenkette, die sich für Joel an die Hände nahm und für ihn betete. Und so sah ich nach einer durchweinten Nacht plötzlich Leben in den verschwollenen Augen meines Kindes. Ja, und da war es: ein kleines Lächeln unter dem von Kortison aufgedunsenem Gesicht. Die Liebe kam an. Da wo sie ankommen sollte.

Wir kämpften weiter, zeigten all den Nebenwirkungen, dass sie nicht willkommen sind. Dass wir stärker sind. Auch wenn ich mich nicht so fühlte. Joels Sonnenschein überstrahlte all meine Sorgen. Er musste noch so vieles über sich ergehen lassen. Sein kleiner Körper. So vieles floss in ihn hinein. Und doch schenkte er mir jeden Tag Kraft mit seinem Strahlen. Ich funktionierte für ihn weiter. Und wäre bis ans Ende der Welt gelaufen, um ihn zu heilen. Ja, und so fühlte ich mich auch nach den Wochen im Krankenhaus. Vertraute nicht mehr auf mich als Mutter. War gebrochen. Zerrüttelt. Meine Prioritäten, völlig durcheinander. Was führte ich nur für ein Leben „davor“. Welch getriebener Mensch ich war. Welchen Stress machte ich mir, um schneller zu sein. Und während ich die Scherben meiner Listen, Prioritäten, Pläne und sonstigen Vorhaben aufsammelte stand ich wieder neben mir, sah mir zu, nahm mich selbst an die Hand, streichelte mir sanft über die vielen, vielen Sorgenfalten in meinem Gesicht, atmete tief ein und aus, lächelte mich an und wusste: alles ist gut, alles ist gut.



In Gedanken bei all den Müttern und Vätern von Meningitis-Kindern. 
Lasst uns den Himmel mit Gebeten stürmen!

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