Reisen | Unser Mädels-Wochenende im Hotel Guglwald plus: ein lustiges Video

14.05.2018

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Mein Gott, wie lange wartet dieser Beitrag hier schon, endlich auf die Bühne zu dürfen. Irgendwie ging mir der Klick auf "Veröffentlichen" dieses mal nicht so ganz leicht über den Finger. Das lag vermutlich vor allem daran, dass hier zuvor ein ganz anderer Text stand. Ich schrieb ihn direkt nach dem wunderschönen Wochenende, das ich mit meiner Mama und meiner Schwester im Hotel Guglwald, gelegen im Mühlviertel in Oberösterreich, verbrachte. Nur: es passierte in der Zeit 'davor'. Vor jener Zeit, die mich vermutlich auf ewig für mein Leben prägte und ja - mich in meinen Prioritäten, Zielen und Werten völlig neu ordnete. Die Zeit bevor Joel gegen die Meningitis kämpfte und wir um ihn bangen mussten.

Ich weiß noch genau, als wir abends bei eine wunderbaren Glas Wein bei einem noch besserem Menü im Restaurant des Hotel Guglwalds saßen und uns über die Schreizeit von Joel unterhielten. Ich meinte damals, dass es die schlimmste Zeit meines Lebens war. Nichts ahnend, was das Leben noch für mich bereit hält. Und das nur drei Wochen später. An dieses Gespräch dachte ich im Krankenhaus sehr oft. Und jedes Mal ohrfeigte ich mich innerlich dabei. Wie konnte ich diese Lappalie nur die schlimmste Zeit meines Lebens nennen?

Und so erzählte ich hier im alten Text also, wie müde ich mich fühlte, wie sehr ich dieses Wochenende brauchte, wie unheimlich gut es mir tat das erste Mal seit sechs Jahren nur mit meinen zwei besten Freundinnen entspannende Tage zu verbringen. Doch was mich im Nachhinein einfach immer an dem Text ärgerte: ich wusste doch gar nicht was müde ist. Wie es sich anfühlt, so richtig richtig ausgelaugt zu sein. Wie schwarz meine Augenringe noch werden können. Ich ärgerte mich darüber, dass ich damals von einem Leben eine Pause brauchte, das doch eigentlich so perfekt und sorglos war. Ich musste den Beitrag also einfach mal beiseite schieben, anstatt mich zu ärgern. Und das tat ich.

Und heute, um zwanzig Sorgenfalten, dreihundert graue Haare und einer einschneidenden Erfahrung reicher, kann ich wieder durchatmen. Und auf die Anna "davor" lächelnd hinunter blicken, denn ich bin an all dem sowas von gewachsen. Fühlt sich an wie sieben Meter. Und die Luft hier oben atmet sich wirklich gut. So frei...

So sehr, dass ich nun doppelt und dreifach zu schätzen weiß, welch Luxus es ist, zwei Tage Auszeit nehmen zu können. In einem wunderschönen Hotel. In einem riesengroßen Bett - nur für mich - gemütlich auszuschlafen. Gleich morgens mit dem wunderbaren Lacher meiner Schwester geweckt zu werden. Ganz entspannt aufzustehen und sich um nix kümmern zu müssen. Keine Windel die gewechselt werden muss, kein Kind, dass vor Hunger schon morgens ziemlich launisch ist, keine Spülmaschine die ausgeräumt werden muss. Nur ich und meine Zahnbürste. Lachend zum Frühstücks-Buffett hopsen. Den Bauch voll schlagen. Essen. Schön essen. Kein aus dem Mund fallendes Essen auffangen und dann auf den eigenen Tellerrand platzieren. Kein Kakao der durch die Nase wieder raus kommt. Kein Gepupse. Kein Gebrüll und Geschrei, weil ich das Brot auf der falschen Seite bestrichen habe. Nur meine Schwester, meine Mama und ich. Und diese herrliche Ruhe.

Danach in den Bademantel schmeißen und beladen mit zehn Büchern in den so tollen Wellnessbereich schlapfen. Von den Büchern nicht mal eines zur Gänze schaffen, denn auf einer riesengroßen schaukelnden Liege pennt man ohnehin ein. Pause von der Pause durch einen Abstecher im Massage-Studio. Boah, wer das Hotel Guglwald besucht, sollte unbedingt die Zirben-Ganzkörperbehandlung ausprobieren. Himmlisch! Danach noch ne Kosmetik-Behandlung. Und danach noch ein Schläfchen im Zimmer. Ausgedehnt duschen, schminken, lachen. Essen, essen, essen. Und ja - Wein trinken. Lange munter bleiben ohne dem gemeinen Hintergedanken, dass der nächste Tag schon um fünf starten könnte. Und ja - jajajajajajaja - wieder ausschlafen! Es war herrlich und hätte ich in dem Moment gewusst, was auf mich und meine Familie bald zukommen wird, hätte ich es wohl ohnehin nicht genießen können. Somit hab ich aber im Nachhinein eine Sache auf jeden Fall gelernt: den Moment zu genießen. Doppelt und dreifach.

Denn der nächste Tag könnte ganz plötzlich ganz anders laufen, als man das jemals geplant hat. Ja, völlig anders. So richtig anders. Denn so ist es nun mal, das Leben... 


Ich danke dem gesamten Team des Hotel Guglwalds für ein unvergessliches, lustiges und entspanntes Wochenende!

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